Viele reale GMDSS-Ausfälle entstehen nicht im Funkgerät selbst, sondern in der Unterstützungsebene: veraltete Position, beschädigte Antenne oder leere Batterie.
GPS / DGPS an die Geräte angeschlossen
Alle DSC-Geräte und das Inmarsat-C-Terminal brauchen eine aktuelle Position. Der Funker muss prüfen, dass das GPS NMEA ausgibt und das Gerät aktuelle Zeit und Position anzeigt. Bei Ausfall ist die Position manuell einzugeben.
Antennen
Jedes Gerät braucht seine eigene Antenne: VHF-Stabantenne, MF/HF-Draht- oder Stabantenne mit automatischem Tuner, Inmarsat-C-Quadrifilar- oder Helix-Patch, 518-kHz-NAVTEX-Stabantenne, integrierte EPIRB-Antenne.
Stromversorgung
Checkliste vor der Wache
Position aktuell, DSC-Wache aktiv, Hauptversorgung OK, Batterien auf Ladung, Antennen optisch unbeschädigt, NAVTEX in Betrieb, Inmarsat C eingeloggt.
STCW-Blick der Brückenwache
Denke in engen Gewässern zuerst daran, das durch Fahrwasser oder Verkehrsweg gebundene Fahrzeug nicht zu behindern, und manövriere früh, um klar zu bleiben.
Baue das Verkehrsbild mit Auge, Ohr, Radar/ARPA und Kartenkontext auf.
Lass AIS oder eine einzelne Peilung niemals die systematische Beobachtung ersetzen.
Überwache nach dem Manöver weiter Peilung, Abstand, CPA/TCPA und Passierabstand, bis das andere Fahrzeug endgültig klar vorbei ist.
Prüfungsfokus
Beginne jedes Szenario mit der Einordnung der Begegnung: Überholen, entgegengesetzte Kurse, kreuzende Kurse, enges Fahrwasser, Verkehrstrennungsgebiet oder verminderte Sicht.
Scheinen zwei Regeln zu kollidieren, prüfe die Rangfolge genau: Die Pflichten des überholenden Fahrzeugs bleiben bestehen, und Regel 2 verlangt weiterhin gute Seemannschaft.
Fragen zu Fahrwassern und Verkehrstrennungsgebieten prüfen oft den Unterschied zwischen 'aus dem Weg gehen' und 'nicht behindern'.
Lies diese Formulierung genau.
Wichtige Erkenntnisse
Veraltete Position = Seenotalarm mit falschem Ort.
GMDSS-Batteriereserve: 1 h mit Notgenerator, 6 h ohne.
Jedes Gerät hat seine eigene Antenne: Sie sind nicht austauschbar.
Ohne Hauptversorgung müssen DSC und Wache weiterlaufen.
Häufige Fehler
Die Position als aktuell anzunehmen, ohne die Anzeige zu prüfen.
Einen Batterieniedrigalarm am Ladegerät zu ignorieren.
Antennenkabel zwischen Geräten zu vertauschen.
Teste dein Wissen
Teste dein Wissen und beweise dein Können.
Weitere Regeln in diesem Teil
- Modul 5 — NBDP / RadiotelexSchriftliche MF/HF-Kommunikation: ARQ- gegenüber FEC-Betriebsarten, heutige Einordnung von NBDP im GMDSS und seine Grenzen.
- Modul 6 — Inmarsat C und EGCInmarsat-C-Satellitenterminal: Login, Positionsaktualisierung, Nachrichtenprioritäten, Seenotalarme und MSI-Empfang über EGC / SafetyNET.
- Modul 7 — NAVTEX und Maritime Safety InformationNAVTEX-Empfänger auf 518 / 490 kHz, Stationskennung, Filterung abweisbarer Meldungen und operative Auswertung von Navigations- und Wetterwarnungen.
- Modul 8 — EPIRB / 406-MHz-Bake406-MHz-Cospas-Sarsat-Bake: manuelle und automatische Aktivierung, hydrostatische Auslösung, zugelassene Selbsttests und Behandlung von Fehlalarmen.
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