Prüfe Position, UTC, Antennen, Kennungen und Stromversorgung. Eine lebensrettende Alarmierung darf nicht auf Positionskorrektur oder Protokollierung warten. Bei manueller Eingabe fordert MSC.511(105) eine Warnung nach 4 h und Löschung nach 23,5 h. Die Funkreserve ist unabhängig von Haupt- und Notstrom: SOLAS verlangt 1 h bei vollständig ausreichender vorschriftsmäßiger Notstromversorgung, sonst 6 h. A1/A2 benötigen mindestens eine zugelassene Instandhaltungsmethode, A3/A4 mindestens zwei.
Mit den verfügbaren Informationen beginnen
Ein Notrufalarm ist eine zeitkritische Kommunikation. Eine vorhandene, aber alte Position ist weiterhin eine Information; eine leere Positionsangabe ist ebenfalls Information. Zeichne auf, was die Ausrüstung tatsächlich liefert, einschließlich Quelle und UTC-Zeit, und leite den Alarm weiter, ohne auf eine perfekte Standortbestimmung zu warten. Eine spätere Aktualisierung kann das Lagebild verbessern. Identität, Position, Zeit und Zuverlässigkeit sind verschiedene Felder.
Den Weg der Positionsinformation verfolgen
Artikel 32.5B der ITU-Funkvorschriften behandelt ein GMDSS-Gerät, das eine Position übertragen kann, aber keinen integrierten elektronischen Positionsbestimmungsempfänger besitzt. Wenn ein getrenntes Navigationsgerät eingebaut ist, müssen die Geräte so verbunden werden, dass die Position automatisch zugeführt werden kann. Diese Vorschrift beschreibt eine Anordnung; sie bescheinigt weder die Genauigkeit von Empfänger, Antenne, Kartendatum oder Verkabelung.
Nutze diese Lesereihenfolge:
- 1Bestimme die Quelle: integriertes GNSS, verbundener Empfänger oder manuelle Eingabe.
- 2Lies das Alter des Fixes und die UTC-Zeit, sofern angezeigt.
- 3Vergleiche die angezeigte Identität mit Stationsaufzeichnung und Reisedokumenten.
- 4Sende die besten verfügbaren Informationen; aktualisiere den Rettungsdienst, wenn sich der Fix ändert.
| Prüfung | Was sie aussagt | Was sie nicht beweist |
|---|---|---|
| GNSS-Fix | Ein Empfänger meldet eine Position | Dass die Position korrekt oder aktuell ist |
| UTC-Zeit | Wann die Information aufgezeichnet wurde | Dass jede Geräteuhr übereinstimmt |
| MMSI | Welche Stationsidentität eingestellt ist | Dass die Schiffsdaten korrekt registriert sind |
| Antennen-/Stromanzeige | Die Ausrüstung besitzt einen überwachten Weg | Dass die Übertragung eine Station erreicht |
Strom ist eine Kette, keine einzelne Zahl
Die Funkanlage hängt von mehr als einer Batterieaufschrift ab. Haupt-, Not- und Reservequellen haben unterschiedliche Rollen, und die erforderliche Anordnung hängt von SOLAS, Seegebiet, Schiffsentwurf und genehmigtem Wartungsplan ab. Nach SOLAS IV/13 muss die Reservefunkquelle mindestens 1 Stunde liefern, wenn eine konforme Notstromquelle die Funkanlage vollständig versorgt, oder andernfalls mindestens 6 Stunden. Diese bedingten Werte gelten nur für die genannte SOLAS-Anordnung; der genehmigte Schiffsplan und die Flaggenverwaltung bestimmen die anwendbare Antwort.
Eine nützliche Lernprüfung besteht darin, die Quelle zu benennen, die das Funkgerät gerade versorgt, die vorgesehene Quelle bei ihrem Ausfall und den Nachweis, dass jede Quelle verfügbar ist. Eine Ladeanzeige belegt den Ladezustand, nicht die Ausdauer unter der erforderlichen Last. Ebenso kennzeichnet ein Antennenalarm einen überwachten Fehler, nicht den vollständigen Zustand des Funkwegs.
Die Unterscheidung anwenden
Angenommen, der verbundene Empfänger zeigt um 12:10 UTC 41° 22,4' N, 008° 43,1' W, während das Funkgerät meldet, dass der Fix 18 Minuten alt ist. Bewahre Koordinaten und Alter, sende den Alarm über den verfügbaren Weg und plane eine Aktualisierung, sobald ein neuerer Fix vorliegt. Wenn das Funkgerät seinen automatischen Eingang verloren hat, dokumentiere diesen Fehler für den verantwortlichen Bediener und den Kapitän.
Quellen: ITU-Funkvorschriften 2024, Artikel 32.5B und 32.9–32.10; SOLAS IV/13, MSC.496(105).
Amtliche Quellen · 2026-09-09
Wende dein Wissen an
Ein simuliertes Alarmpanel zeigt eine verbundene GNSS-Position, die vor 18 Minuten aufgezeichnet wurde. Die Schiffsidentität ist bestätigt, aber die Reservebatterieanzeige ist gelb.
Was soll zuerst geschehen?
Vorgeschlagene Antwort: Die verfügbare Position und ihre aufgezeichnete Zeit im simulierten Alarm verwenden, anschließend die Aktualisierung planen und das Stromproblem kennzeichnen.
Warum das funktioniert: Der Alarm ist zeitkritisch. Datenalter und Reservestatus sind aufgezeichnete Tatsachen und kein Grund, einen besseren Fix zu erfinden oder auf eine perfekte Batterieanzeige zu warten. Ein echtes Schiff würde seine genehmigten Verfahren und die Anweisung des Kapitäns befolgen.
Übe weiter mit angeleiteten Funkübungen.
Im Funksimulator übenWichtige Erkenntnisse
Sende die beste verfügbare Position mit Quelle und aufgezeichneter UTC-Zeit; verzögere einen lebensrettenden Alarm nicht wegen eines perfekten Fixes.
Eine automatische Verbindung liefert Daten, beweist aber weder Positionsgenauigkeit, korrekte Identität noch Funkabdeckung.
Haupt-, Not- und Reserveversorgung sind verschieden und hängen von genehmigter Schiffsanordnung und geltenden Regeln ab.
Eine Lade-, Antennen- oder Empfängeranzeige belegt nur einen Teil der Kette und garantiert keine Ende-zu-Ende-Übertragung.
Häufige Fehler
Einen alten oder fehlenden GNSS-Fix als Grund zu behandeln, einen Alarm zu verschieben.
Die Reservewerte von einer oder sechs Stunden außerhalb ihrer SOLAS-Bedingungen als allgemein gültig zu behandeln.
Anzunehmen, eine korrekte MMSI oder ein verbundener Empfänger beweise den vollständigen Funkweg.
Teste dein Wissen
Übe dieses Thema und wiederhole die Erklärung zu jeder Antwort.
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