Inmarsat-C bietet Datennachrichten, Notalarmierung und SafetyNET-Empfang, aber keinen Sprechfunk. Iridium-GMDSS kann unter anderem SafetyCast bereitstellen. Zulassung, passende Schiffsausrüstung, tatsächliche Abdeckung und Verfügbarkeit müssen stimmen. Prüfe Netzstatus, Identität, Position und UTC. Nach einem Notalarm mit der Rettungsstelle weiterkommunizieren und MSI für die Reise einstellen. Einen Fehlalarm aktiv beim RCC annullieren; Ausschalten oder Abmelden genügt nicht.
Inmarsat-C als Daten- und Alarmierungsdienst
Inmarsat-C ist ein Datendienst nach dem Store-and-forward-Prinzip. Ein Terminal kann kurze Datennachrichten austauschen, Notrufalarmierung unterstützen und über die Funktion Enhanced Group Call (EGC) maritime Sicherheitsinformationen empfangen. Es bietet keine gewöhnliche Sprechfunkkommunikation. Diese einfache Unterscheidung verhindert einen häufigen Fehler: ein Textterminal auszuwählen, obwohl das Verfahren ein Sprachgespräch mit der Rettungsbehörde verlangt.
EGC und SafetyNET
EGC ist eine Aussendeeinrichtung von Land zum Schiff. Die Beschreibung im ITU-Handbuch beschreibt EGC als Datenaussendung für maritime Sicherheitsinformationen einschließlich SafetyNET. Es ist daher ein MSI-Empfangsweg. EGC ist keine andere Bezeichnung für DSC und beweist nicht, dass jedes Satellitenterminal jede Nachricht empfangen kann.
| Funktion | Lehrpunkt zu Inmarsat-C/EGC |
|---|---|
| Notrufalarm | Verwende das eigene zugelassene Alarmverfahren des Terminals. |
| MSI-Empfang | Konfiguriere das Reisegebiet und lies eingehende Aussendungen. |
| Sprachverbindung danach | Verwende einen unterstützten Sprachweg oder einen anderen wirksamen RCC-Kanal. |
Die IMO-GMDSS-Seite und die SOLAS-IV-Änderungen liefern den Regelungskontext. Die Anerkennung eines mobilen Satellitendienstes durch die IMO, die Typzulassung des Terminals, die eingebaute Ausrüstung, die Netzanmeldung, die tatsächliche Abdeckung und die Dienstverfügbarkeit sind getrennt zu prüfen.
Ein überlegter Ablauf am Terminal
- 1Bestätige Stromversorgung, Antennen- oder Terminalstatus und die registrierte Identität.
- 2Prüfe die vom Terminal angezeigte Position und UTC-Zeit.
- 3Bestätige, dass das Netz verfügbar ist und der ausgewählte Dienst die Reise abdeckt.
- 4Verwende zum Üben einen vom Hersteller unterstützten Test oder eine Simulation; betätige keine echte Notruftaste.
- 5Bei einem echten Alarm verwende das eigene Verfahren und anschließend den unterstützten Kommunikationsweg zur Rettungsbehörde.
- 6Wenn versehentlich ein Alarm gesendet wurde, benachrichtige die RCC unverzüglich über das System oder einen anderen wirksamen Weg und dokumentiere die Aufhebung.
Praxisgedanke: Satelliten-MSI ist keine kommerzielle Zusicherung
Eine SafetyNET-Nachricht kann vor einer Navigationsgefahr warnen, doch der Empfang allein garantiert weder einen aktualisierten Reiseplan noch eine sichere Entscheidung. Lies die Nachricht, bestimme ihr Gebiet und ihre Gültigkeit, vergleiche sie mit der Reise und teile der Brücke mit, welche Maßnahme erforderlich ist. EGC-Empfang und Notrufalarmierung können dasselbe Terminal nutzen, bleiben aber unterschiedliche Funktionen mit unterschiedlichen Folgeschritten.
Andere anerkannte Satellitensysteme sind andere zugelassene Dienste. Vermeide Breitengrad-Abkürzungen: A3 wird durch die Abdeckung des anerkannten Dienstes und die mitgeführte Schiffserdfunkstelle definiert, nicht durch eine allgemeingültige Nord-Süd-Grenze.
Amtliche Quellen · 2026-09-09
Wende dein Wissen an
Ein Schiff empfängt eine SafetyNET-Warnung, und der Bediener schlägt vor, auf die Aussendung wie auf einen Sprach-Notruf zu antworten.
Wie lautet die richtige Reihenfolge?
Vorgeschlagene Antwort: Bewerte die MSI, informiere die Brücke und nutze den zugelassenen Notruf- oder Sprachweg nur bei Bedarf.
Warum das funktioniert: EGC ist eine unidirektionale MSI-Aussendung von Land zum Schiff. Der Bediener muss Gebiet und Gültigkeit der Warnung prüfen, ihre Auswirkung auf die Reise bewerten und die Entscheidung weitergeben. Besteht ein gesonderter Notfall, müssen das eigene Notrufverfahren des Terminals und der unterstützte RCC-Folgeweg verwendet werden; eine Antwort auf eine MSI-Aussendung ist nicht dieses Verfahren.
Übe weiter mit angeleiteten Funkübungen.
Im Funksimulator übenWichtige Erkenntnisse
Inmarsat-C ist ein Daten- und Notrufalarmierungsdienst, kein gewöhnlicher Sprechfunk.
EGC/SafetyNET ist eine MSI-Aussendefunktion von Land zum Schiff.
Anerkennung, Zulassung, eingebautes Terminal, Anmeldung, Abdeckung und Verfügbarkeit sind getrennte Prüfungen.
Eine Satellitendatennachricht beweist für sich weder SOLAS-Konformität noch RCC-Kontakt.
Versehentliche Alarme erfordern eine unverzügliche Benachrichtigung der Behörde; Ausschalten ist keine Aufhebung.
Häufige Fehler
Inmarsat-C als Sprachdienst zu bezeichnen.
EGC-Empfang mit DSC-Notrufalarmierung gleichzusetzen.
Einen Verbrauchermessenger oder eine Breitengradregel als Nachweis des GMDSS-Status zu verwenden.
Teste dein Wissen
Übe dieses Thema und wiederhole die Erklärung zu jeder Antwort.
Weitere GMDSS-Lektionen
- Modul 3 — VHF-Sprechfunk und DSCUKW-Kanal 70 (156,525 MHz) ist ausschließlich für DSC, Kanal 16 (156,800 MHz) für Sprechfunk vorgesehen.
- Modul 4 — MF/HF-Sprechfunk und DSCMF/HF-DSC und anschließender Sprechfunk verwenden unterschiedliche Frequenzen.
- Modul 8 — EPIRB / 406-MHz-BakeEine 406-MHz-EPIRB alarmiert Cospas-Sarsat; 121,5 MHz dient der Nahbereichspeilung.
- Modul 9 — SART, AIS-SART und Überlebens-VHFRadar-SART reagiert auf geeignetes X-Band-Radar mit zwölf Markierungen; in der Nähe entstehen Bögen oder Kreise.
Zuletzt geprüft:
