MF/HF überbrückt Entfernungen, die VHF nicht erreicht. Der Teilnehmer muss lernen, das richtige Band zu wählen.
MF gegenüber HF
Ausbreitung
Tagsüber funktionieren die höheren Bänder (12/16 MHz) besser; nachts die niedrigeren (4/6 MHz). Die Wahl des richtigen Bandes ist genauso wichtig wie die Sendeleistung.
Typische MF/HF-Konsole
TX/RX-Wähler (einige Geräte trennen Sende- und Empfangsfrequenz bei Duplex), Betriebsartenwähler (J3E Sprache, F1B DSC, F3C Faksimile), Leistungsregelung und automatischer Antennentuner.
MF/HF-DSC-Seenotalarm
Das Verfahren entspricht VHF, aber der Funker muss die richtige DSC-Seenotfrequenz oder den Frequenzsuchlauf auswählen. Nach dem Alarm wird auf die zugehörige Sprachfrequenz gewechselt (z. B. 2182 kHz bei MF).
Wache und Hören
In A2/A3/A4 muss die Funkstelle automatische DSC-Wache auf den vorgeschriebenen Frequenzen halten.
STCW-Blick der Brückenwache
Kläre vor dem Manövrieren die Anwendbarkeit: Die Regeln 4-10 der KVR gelten bei jeder Sicht, die Regeln 11-18 nur für Fahrzeuge in Sicht voneinander, und Regel 19 regelt reine Radarkontakte bei verminderter Sicht.
Baue das Verkehrsbild mit Auge, Ohr, Radar/ARPA und Kartenkontext auf.
Lass AIS oder eine einzelne Peilung niemals die systematische Beobachtung ersetzen.
Überwache nach dem Manöver weiter Peilung, Abstand, CPA/TCPA und Passierabstand, bis das andere Fahrzeug endgültig klar vorbei ist.
Prüfungsfokus
Beginne jedes Szenario mit der Einordnung der Begegnung: Überholen, entgegengesetzte Kurse, kreuzende Kurse, enges Fahrwasser, Verkehrstrennungsgebiet oder verminderte Sicht.
Scheinen zwei Regeln zu kollidieren, prüfe die Rangfolge genau: Die Pflichten des überholenden Fahrzeugs bleiben bestehen, und Regel 2 verlangt weiterhin gute Seemannschaft.
Wichtige Erkenntnisse
Die HF-Bandwahl hängt von Tageszeit, Entfernung und Ausbreitung ab.
MF-DSC: 2187.5 kHz. Zugehörige Sprache: 2182 kHz.
Bei Duplex TX- und RX-Frequenzen getrennt prüfen.
Die Position muss vor jedem Alarm aktuell sein.
Häufige Fehler
Auf einem HF-Band mit geschlossener Ausbreitung zu alarmieren.
Vor dem Senden die Antenne nicht abzustimmen (hohes VSWR).
2182 kHz Sprache mit 2187.5 kHz DSC zu verwechseln.
Teste dein Wissen
Teste dein Wissen und beweise dein Können.
Weitere Regeln in diesem Teil
- Modul 6 — Inmarsat C und EGCInmarsat-C-Satellitenterminal: Login, Positionsaktualisierung, Nachrichtenprioritäten, Seenotalarme und MSI-Empfang über EGC / SafetyNET.
- Modul 7 — NAVTEX und Maritime Safety InformationNAVTEX-Empfänger auf 518 / 490 kHz, Stationskennung, Filterung abweisbarer Meldungen und operative Auswertung von Navigations- und Wetterwarnungen.
- Modul 8 — EPIRB / 406-MHz-Bake406-MHz-Cospas-Sarsat-Bake: manuelle und automatische Aktivierung, hydrostatische Auslösung, zugelassene Selbsttests und Behandlung von Fehlalarmen.
- Modul 9 — SART, AIS-SART und Überlebens-VHFOrtung und Kommunikation nach dem Verlassen des Schiffes: 9-GHz-Radar-SART, AIS-SART und tragbares GMDSS-VHF.
Zuletzt geprüft: