Lichter & Signalkörper
COLREG 20(a,c) · Bundesministerium der Justiz – Kollisionsverhütungsregeln (KVR): a) Die Regeln dieses Teiles müssen bei jedem Wetter befolgt werden. c) Die in diesen Regeln vorgeschriebenen Lichter müssen, wenn sie mitgeführt werden, bei verminderter Sicht auch zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang geführt oder gezeigt werden; in allen anderen Fällen dürfen sie geführt oder gezeigt werden, wenn es für erforderlich gehalten wird.

Lichter & Signalkörper — Übersichtskarte
Lerne ausgewählte Lichter- und Signalkörperkonfigurationen der Regeln 23–30. Vergleiche die vier Ansichten und prüfe Fahrzeugart, Länge und Betriebszustand anhand der Regel. Ein sichtbares Muster kann zu mehreren Situationen passen.
Lichter und Signalkörper nach Fahrzeugart (Regeln 20–31)
| Vessel type or situation | Lights and shapes shown | Rule |
|---|---|---|
| Anwendung (Lichter) | Die vorgeschriebenen Lichter werden von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang und, soweit vorhanden, auch tagsüber bei verminderter Sicht geführt. Sie dürfen auch unter anderen Umständen geführt werden, wenn dies erforderlich erscheint. Signalkörper werden am Tag geführt. | KVR-Regel 20 |
| Begriffsbestimmungen (Lichter) | Definiert Topplicht, Seitenlichter, Hecklicht, Schlepplicht, Rundumlicht und Funkellicht. | KVR-Regel 21 |
| Tragweite der Lichter | Legt die Mindesttragweiten der Lichter abhängig von der Fahrzeuglänge fest. | KVR-Regel 22 |
| Maschinenfahrzeuge in Fahrt | Ein Maschinenfahrzeug unter 50 m muss das zweite Topplicht nicht führen, darf es aber. Aus zwei Topplichtern allein lässt sich seine Länge daher nicht sicher ableiten. | KVR-Regel 233D |
| Schleppen und Schieben | a) Ein schleppendes Maschinenfahrzeug muß führen | KVR-Regel 243D |
| Segelfahrzeuge in Fahrt und Fahrzeuge unter Ruder | Die freiwilligen Rundumlichter Rot über Grün eines Segelfahrzeugs dürfen nicht zusammen mit der Dreifarbenlaterne geführt werden. Ein zusätzlich mit Maschinenkraft angetriebenes Segelfahrzeug ist ein Maschinenfahrzeug und zeigt tagsüber einen Kegel mit der Spitze nach unten. | KVR-Regel 253D |
| Fischende Fahrzeuge | a) Ein fischendes Fahrzeug in Fahrt oder vor Anker darf nur die in dieser Regel vorgeschriebenen Lichter und Signalkörper führen. | KVR-Regel 263D |
| Manövrierunfähige oder manövrierbehinderte Fahrzeuge | a) Ein manövrierunfähiges Fahrzeug muß führen | KVR-Regel 273D |
| Tiefgangbehinderte Fahrzeuge | Ein tiefgangbehindertes Fahrzeug darf drei rote Rundumlichter senkrecht übereinander oder einen Zylinder als Tagessignalkörper führen. | KVR-Regel 283D |
| Lotsenfahrzeuge | Ein Lotsenfahrzeug im Lotsendienst zeigt am oder nahe dem Masttopp Weiß über Rot als Rundumlichter; in Fahrt kommen Seiten- und Hecklicht hinzu, vor Anker die Lichter oder der Signalkörper nach Regel 30. | KVR-Regel 293D |
| Ankernde und festgekommene Fahrzeuge | a) Ein Fahrzeug vor Anker muß dort, wo sie am besten gesehen werden können, führen | KVR-Regel 303D |
| Wasserflugzeuge | Wenn es für ein Wasserflugzeug undurchführbar ist, Lichter mit den genauen Eigenschaften zu führen, muss es möglichst ähnliche Lichter führen. | KVR-Regel 313D |
Fahrzeuglichter lesen - das Schema, das wirklich funktioniert
COLREG 21(a,b,c) · Bundesministerium der Justiz – Kollisionsverhütungsregeln (KVR): a) "Topplicht" bedeutet ein weißes Licht über der Längsachse des Fahrzeugs, das unbehindert über einen Horizontbogen von 225 Grad scheint, und zwar von recht voraus bis 22,5 Grad achterlicher als querab nach jeder Seite. b) "Seitenlichter" bedeutet ein grünes Licht an der Steuerbordseite und ein rotes Licht an der Backbordseite, die jeweils unbehindert über einen Horizontbogen von 112,5 Grad scheinen, und zwar nach der betreffenden Seite von recht voraus bis 22,5 Grad achterlicher als querab. Auf einem Fahrzeug von weniger als 20 Meter Länge dürfen die Seitenlichter in einer Zweifarbenlaterne über der Längsachse geführt werden. c) "Hecklicht" bedeutet ein weißes Licht, das so nahe wie möglich am Heck angebracht ist und das unbehindert über einen Horizontbogen von 135 Grad scheint, und zwar von recht achteraus 67,5 Grad nach jeder Seite.
Tagsignale: ein Ball bedeutet vor Anker (Regel 30); zwei Bälle senkrecht bedeuten manövrierunfähig (27); drei Bälle senkrecht bedeuten auf Grund (30). Der Zylinder ist das freiwillige Zeichen eines tiefgangbehinderten Fahrzeugs (28). Bedingungen und Ausnahmen für kleine Fahrzeuge sind zu beachten.
Die Regeln 23-31 behandeln bestimmte Fahrzeugarten: Maschinenfahrzeuge (23), Schleppen und Schieben (24), Segeln und Rudern (25), Fischerei (26), NUC und RAM (27), durch Tiefgang behindert (28), Lotsenfahrzeuge (29), Ankern und Festkommen (30), Wasserflugzeuge und WIG (31). Lerne ausgewählte Lichter- und Signalkörperkonfigurationen der Regeln 23–30. Vergleiche die vier Ansichten und prüfe Fahrzeugart, Länge und Betriebszustand anhand der Regel. Ein sichtbares Muster kann zu mehreren Situationen passen.
Schnellste Wege durch den Lichter-Stoff
- Spickzettel Lichter und SignalkörperLerne ausgewählte Lichter- und Signalkörperkonfigurationen der Regeln 23–30. Vergleiche die vier Ansichten und prüfe Fahrzeugart, Länge und Betriebszustand anhand der Regel. Ein sichtbares Muster kann zu mehreren Situationen passen.
- Mit Bildern lernen (3D)Fahrzeugtypen mit festen 3D-Blickwinkeln und passenden 2D-Lichterdiagrammen durchgehen.
- Mit Bildern testenEin Fahrzeug erscheint ohne Beschriftung - bestimmen Sie aus den Lichtern die KVR-Variante.
- Schallsignale (Teil D)Pfeife, Glocke und Nebelsignale - die hörbare Ergänzung zu den Sichtzeichen.
