KVR-Regeln — Internationale Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen auf See
Vollständige regelweise Referenz der KVR (COLREG 1972) in der jeweils gültigen Fassung, gegliedert nach Teilen A–F. Klare Erklärungen, häufige Fehler, Prüfungsfallen und FAQ für jede Regel.
Teil A — Allgemeines
3Teil B — Ausweich- und Fahrregeln
16Abschnitt I.Verhalten bei allen Sichtverhältnissen
Abschnitt II.Verhalten von Fahrzeugen in Sicht voneinander
Abschnitt III.Verhalten bei verminderter Sicht
Teil C — Lichter und Signalkörper
12- 20Anwendung (Lichter)
- 21Begriffsbestimmungen (Lichter)
- 22Tragweite der Lichter
- 23Maschinenfahrzeuge in Fahrt
- 24Schleppen und Schieben
- 25Segelfahrzeuge in Fahrt und Fahrzeuge unter Ruder
- 26Fischende Fahrzeuge
- 27Manövrierunfähige oder manövrierbehinderte Fahrzeuge
- 28Tiefgangbehinderte Fahrzeuge
- 29Lotsenfahrzeuge
- 30Ankernde und festgekommene Fahrzeuge
- 31Wasserflugzeuge
Teil D — Schall- und Lichtsignale
6Teil E — Befreiungen
1Teil F — Überprüfung der Einhaltung
3Was sind die KVR?
Die KVR - formal das Übereinkommen über die Internationalen Regeln zur Verhütung von Zusammenstößen auf See, 1972 - sind das weltweite Regelwerk, das jedes Fahrzeug auf Seegebieten mit Verbindung zur Hohen See einhalten muss. Sie wurden von der International Maritime Organization (IMO) erarbeitet, ersetzten die älteren Regeln von 1960 und wurden mehrfach geändert, zuletzt durch die IMO-Resolutionen A.910(22) und A.1085(28).
Es gibt 41 nummerierte Regeln in sechs Teilen. Teil A legt Anwendungsbereich und zentrale Begriffe fest. Teil B ist der Kern der Kollisionsverhütung: wer ausweicht, wann und wie, bei klarer Sicht und bei verminderter Sicht. Teil C regelt Lichter und Signalkörper, damit andere Fahrzeuge ein Fahrzeug nachts oder tagsüber erkennen können. Teil D behandelt Schall- und Lichtsignale zur Verständigung über Absichten. Teil E enthält Ausnahmen für alte Fahrzeuge. Teil F, 2016 ergänzt, behandelt die Überprüfung der Einhaltung - das IMO-Auditsystem; er wird selten geprüft, vervollständigt aber das Übereinkommen.
Ob PER, RYA Day Skipper, USCG OUPV oder STCW II/1: Die KVR sind das größte Einzelthema im Lehrplan - und der Bereich, in dem die meisten Kandidaten Punkte verlieren. Die folgenden Seiten erklären jede Regel in klarer Sprache, mit den typischen Prüferfallen und den 3D-Lichterdiagrammen, die der Gesetzestext nicht zeigt.
KVR-Struktur auf einen Blick
| Teil | Regeln | Inhalt |
|---|---|---|
| A - Allgemeines | 1-3 | Anwendung, Verantwortlichkeit, Begriffsbestimmungen |
| B - Ausweich- und Fahrregeln | 4-19 | Verhalten bei jeder Sicht, in Sicht voneinander und bei verminderter Sicht |
| C - Lichter und Signalkörper | 20-31 | Navigationslichter und Tagessignale nach Fahrzeugart |
| D - Schall- und Lichtsignale | 32-37 | Pfeife, Glocke, Gong und Notsignale |
| E - Ausnahmen | 38 | Übergangsausnahmen für vor 1977 in Dienst gestellte Fahrzeuge |
Am häufigsten gelernte KVR-Themen
- Regel 13 - ÜberholenDie Ausweichregel, die alles andere überlagert, sobald aufgeholt wird.
- Regel 14 - Entgegengesetzte KurseBeide Fahrzeuge ändern den Kurs nach Steuerbord. Der klassische Prüfungsfall.
- Regel 15 - Kreuzende KurseWer hält sich frei, wer hält Kurs und Fahrt — und warum „Rot rechts“ Sie meistens zur Lösung führt.
- Regel 18 - Verantwortlichkeiten der Fahrzeuge untereinanderDie Rangfolge: NUC → RAM → CBD → Fischerei → Segel → Maschine.
- Regel 19 - Verhalten bei verminderter SichtDie Regel, die die meisten Prüfungskandidaten leise zu Fall bringt.
- Lichter und Signalkörper (Regeln 20-31)Jede Fahrzeuglicht-Variante mit 3D-Ansichten von Bug, Heck, Backbord und Steuerbord.