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Modul 8 — EPIRB / 406-MHz-Bake

Der 406-MHz-Alarm gelangt von der Bake über Cospas–Sarsat-Satelliten und die Verarbeitung am Boden zu den Rettungsstellen. Der getrennte orange Weg zeigt die örtliche Zielpeilung auf 121,5 MHz von der Bake zu einem entsprechend ausgerüsteten Rettungsflugzeug, keinen Satellitenalarmweg. Blau: Satellitenalarmierung auf 406 MHz; Orange: örtliche Zielpeilung auf 121,5 MHz. Schematische Wege, kein Installationsplan.

Eine 406-MHz-EPIRB alarmiert Cospas-Sarsat; 121,5 MHz dient der Nahbereichspeilung. Die moderne IMO-Norm ergänzt GNSS und AIS für ab 1. Juli 2022 installierte EPIRBs. Kennungen haben je nach Generation 15 oder 23 Hexadezimalzeichen. Freischwimmen ermöglichen; die Auslösung muss vor 4 m Tiefe erfolgen. Die Leine nicht am Schiff befestigen. Bei Hilfebedarf nicht auf das Sinken warten. Nach Fehlaktivierung abschalten, RCC informieren und protokollieren.

Was eine EPIRB beiträgt

Eine EPIRB ist eine Alarmierungsbake. Ihre Aussendung auf 406 MHz alarmiert das Cospas-Sarsat-System, während ein Peilsignal auf 121,5 MHz nahe Rettungseinheiten helfen kann, die Bake zu orten. Moderne zugelassene EPIRBs können je nach geltender Norm und Einbaudatum auch GNSS- und AIS-Ortungsfunktionen bereitstellen. Registrierung, Identitätskodierung, Batteriestatus, hydrostatische Auslösung und nationale Zulassung sind praktische Bestandteile der Einsatzbereitschaft.

Aktivierung und Auslösung

Die Freifloat-Anordnung soll die Bake beim Sinken des Schiffes freigeben; die Besatzung darf jedoch nicht auf das Sinken warten, wenn bereits Hilfe in einer Notlage erforderlich ist. Halte die Auslösung frei und befestige die Leine nicht so am Schiff, dass eine Trennung verhindert wird. Befolge nach der Aktivierung die Bedienungsanleitung der Bake und halte sie soweit es die Bedingungen erlauben aufrecht und sichtbar.

Signal oder MerkmalBetriebliche Rolle
406 MHzAlarmiert das Cospas-Sarsat-System.
121,5 MHzUnterstützt das lokale Peilen durch geeignete Rettungsausrüstung.
GNSS/AIS, sofern vorhandenFügt dem Alarm oder dem Lagebild in der Nähe zusätzliche Ortsdaten hinzu.

Ein überlegter Ablauf für die Bake

  1. 1Entscheide, ob die Lage jetzt Nothilfe erfordert.
  2. 2Nimm die Bake aus ihrem vorgesehenen Platz oder ermögliche die zugelassene Freifloat-Auslösung.
  3. 3Aktiviere sie nach dem gekennzeichneten Verfahren und bringe sie frei von Hindernissen.
  4. 4Halte nach Rettungskommunikation Ausschau und nutze andere verfügbare Mittel für ergänzende Angaben.
  5. 5Wenn sie versehentlich aktiviert wurde, beende die Aussendung nur nach dem unterstützten Verfahren, benachrichtige die RCC unverzüglich mit Identität, Position und Zeit und protokolliere das Ereignis.

Praxisgedanke: Alarmierung ist nicht die gesamte Rettung

Ein EPIRB-Alarm kann die Rettungskette in Gang setzen, aber die Besatzung muss die Lage weiterhin mitteilen, Überlebensausrüstung vorbereiten und Anweisungen befolgen. Die Verfügbarkeit von GNSS verbessert Ortsdaten, darf aber kein Grund sein, einen erforderlichen Alarm zu verzögern. Signal, Batterie und Antennenzustand der Bake beeinflussen die tatsächliche Leistung; Bereitschaftsprüfungen sollten daher den Zusammenhang untersuchen und keine bestimmte Antwortzeit versprechen.

Die Bake muss Teil eines umfassenderen Verlassensplans sein: Kläre, wer sie trägt, und halte die Wartungsnachweise für zugelassene Batterie, Auslösung und Registrierung aktuell. Diese Einzelheiten machen den Alarm auch nach dem Verlassen des Schiffes brauchbar.

Der IMO-Leistungsstandard für EPIRBs MSC.471(101) ist zusammen mit der eingebauten Ausrüstung und der Anleitung des Herstellers zu lesen. Schließe nicht daraus, dass jede Freizeitbake dieselbe Zulassung, Registrierung oder Ausstattung wie eine SOLAS-Installation hat.

Amtliche Quellen · 2026-09-09

MSC.471(101) · MSC.514(105) · NOAA beacon identifiers

Wende dein Wissen an

Ein Besatzungsmitglied drückt während einer Übung die EPIRB-Testtaste, sieht keine Reaktion der Rettung und schlägt vor, sie erneut zu aktivieren.

Was soll der Ausbilder betonen?

Vorgeschlagene Antwort: Nur den zugelassenen Selbsttest verwenden und eine echte Aktivierung niemals auf der Suche nach einer Reaktion wiederholen.

Warum das funktioniert: Ein Selbsttest prüft die Bake nach dem Verfahren des Herstellers; er soll keinen Notruf auslösen. Eine echte Aktivierung ist der Notlage vorbehalten und startet eine Alarmierungskette. Die Besatzung soll das Testergebnis, die Registrierung und die Einsatzbereitschaft prüfen und die übrigen Übungsschritte in einem kontrollierten Trainingsszenario durchführen.

Übe weiter mit angeleiteten Funkübungen.

Im Funksimulator üben

Wichtige Erkenntnisse

1

406 MHz alarmiert Cospas-Sarsat, und 121,5 MHz unterstützt das lokale Peilen.

2

GNSS- und AIS-Ortungsmerkmale hängen von zugelassener Bake und Einbau ab.

3

Aktiviere die Bake, sobald Nothilfe erforderlich ist; warte nicht auf das Sinken.

4

Der Selbsttest ist kontrollierte Wartung und niemals Ersatz für das Alarmverfahren.

5

Eine versehentliche Aktivierung erfordert unverzügliche RCC-Benachrichtigung und dokumentierte Aufhebung.

Häufige Fehler

Die Freifloat-Leine am Schiff festzubinden.

Vor der Aktivierung einer benötigten Bake auf das Sinken des Schiffes zu warten.

Eine echte Aktivierung als Test zu verwenden oder jeder EPIRB identische Merkmale zuzuschreiben.

Teste dein Wissen

Übe dieses Thema und wiederhole die Erklärung zu jeder Antwort.

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