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Kurse zum Wind

Dein Kurs zum Wind ergibt sich aus dem Winkel zwischen dem Bug und der Richtung, aus der der Wind kommt.

Geprüft von Ramon Curto, Nautiklehrer am IECNPC · Zuletzt geprüft:

Ziehe das Boot oder nutze den Schieberegler. Winkel und Trimm sind Lernhilfen, kein Leistungsdiagramm.

0°45°90°135°180°225°270°315°

Halber Wind

Der Wind kommt querab, ungefähr 90° zum Bug.

Segeltrimm: Etwas gefiert

Bug: Steuerbordbug (Wind von Backbord)

Der Grenzwinkel variiert; trimme nach dem scheinbaren Wind und halte Abstand zum Baum.

Rechenbeispiel

Wahrer Wind aus: 0° · Kurs relativ zum Wind: 90°

Halber Wind · Steuerbordbug (Wind von Backbord) · Segeltrimm: Etwas gefiert

Der Wind kommt querab, ungefähr 90° zum Bug.

So funktioniert es

Beginne mit dem Wind, nicht mit dem Kompassnorden. In dieser Windrose kommt der wahre Wind von oben. Der Kurs wird von dort im Uhrzeigersinn gemessen. Bei 90° kommt der Wind von Backbord: Du segelst mit halbem Wind auf Steuerbordbug. Bei 270° kommt er von Steuerbord: Du segelst auf Backbordbug. Der kleinere Winkel zum Wind bestimmt den Kurs zum Wind. Der Bug wird im deutschen Segelgebrauch nach der Seite des Großsegels benannt, nicht nach der Windseite.

Der markierte Sektor umfasst ungefähr 45° auf beiden Seiten der Windrichtung. Das ist ein Lernmodell, keine feste Leistungsgrenze jeder Yacht. Mit Restfahrt kannst du hineindrehen, aber die Segel halten dort keinen normalen Vortrieb aufrecht. Am Wind segelst du so hoch, wie das Boot dauerhaft schafft. Beim Abfallen auf einen raumen Kurs fierst du die Schoten zunehmend. Die Übergänge sind fließend und hängen von Boot und Bedingungen ab.

Der scheinbare Wind ist der Wind, den du an Bord spürst. Er entsteht aus dem wahren Wind und dem Einfluss der Bootsbewegung. Nach ihm richtest du den Segeltrimm aus. Fiere, bis das Vorliek zu killen beginnt, und hole dann gerade genug dicht, damit das Segel wieder sauber steht. Das Modell berechnet weder scheinbaren Wind noch Geschwindigkeit, Krängung oder Segelkräfte.

Beide Manöver führen von 45° zu 315°. Bei der Wende geht der Bug durch den Wind, bei der Halse das Heck. Die Halse nimmt hier den längeren Bogen. Dabei schwenken Großsegel und Baum auf die andere Seite. Warne die Crew, kontrolliere die Großschot und halte den Schwenkbereich frei. Genau vor dem Wind reicht die Windrichtung zur Zuordnung nicht aus: Nach Regel 12 gilt die dem Großsegel gegenüberliegende Seite als Luvseite.

Die Grundlagen gehören zur praktischen Segelausbildung, etwa bei der RYA. Der SBF See prüft unter anderem Ausweichregeln und Bootskunde; er ist kein Segelschein. Bei Kollisionsgefahr muss nach Regel 12 normalerweise das Boot mit Wind von Backbord dem Boot mit Wind von Steuerbord ausweichen. Bei Wind von derselben Seite weicht das Luvboot aus. Weitere anwendbare Regeln, etwa zum Überholen, bleiben wichtig.

Im Wind / nicht segelbarer Bereich
Innerhalb von etwa 45° zum Wind kannst du nicht dauerhaft segeln; falle ab, damit die Segel wieder ziehen.
Am Wind
Du segelst so hoch wie möglich mit dichtgeholten Segeln.
Vorderlicher Wind
Der Wind kommt von vorn seitlich; fiere gegenüber dem Amwindkurs etwas.
Halber Wind
Der Wind kommt querab, ungefähr 90° zum Bug.
Raumschots
Der Wind kommt achterlicher als querab; fiere die Segel weiter.
Sehr raumer Wind
Ein Kurs nahe vor dem Wind; «training run» ist keine überall übliche Bezeichnung.
Vor dem Wind
Der Wind kommt von achtern. Achte auf eine mögliche Patenthalse.

Fragen

Kannst du direkt gegen den Wind segeln?

Innerhalb von etwa 45° zum Wind kannst du nicht dauerhaft segeln; falle ab, damit die Segel wieder ziehen.

Was bedeutet halber Wind?

Der Wind kommt querab, ungefähr 90° zum Bug.

Auf welchem Bug segelt das Boot?

Beginne mit dem Wind, nicht mit dem Kompassnorden. In dieser Windrose kommt der wahre Wind von oben. Der Kurs wird von dort im Uhrzeigersinn gemessen. Bei 90° kommt der Wind von Backbord: Du segelst mit halbem Wind auf Steuerbordbug. Bei 270° kommt er von Steuerbord: Du segelst auf Backbordbug. Der kleinere Winkel zum Wind bestimmt den Kurs zum Wind. Der Bug wird im deutschen Segelgebrauch nach der Seite des Großsegels benannt, nicht nach der Windseite.

Sind wahrer und scheinbarer Wind gleich?

Der scheinbare Wind ist der Wind, den du an Bord spürst. Er entsteht aus dem wahren Wind und dem Einfluss der Bootsbewegung. Nach ihm richtest du den Segeltrimm aus. Fiere, bis das Vorliek zu killen beginnt, und hole dann gerade genug dicht, damit das Segel wieder sauber steht. Das Modell berechnet weder scheinbaren Wind noch Geschwindigkeit, Krängung oder Segelkräfte.

Was unterscheidet Wende und Halse?

Beide Manöver führen von 45° zu 315°. Bei der Wende geht der Bug durch den Wind, bei der Halse das Heck. Die Halse nimmt hier den längeren Bogen. Dabei schwenken Großsegel und Baum auf die andere Seite. Warne die Crew, kontrolliere die Großschot und halte den Schwenkbereich frei. Genau vor dem Wind reicht die Windrichtung zur Zuordnung nicht aus: Nach Regel 12 gilt die dem Großsegel gegenüberliegende Seite als Luvseite.

Hat das Boot mit Wind von Steuerbord immer Vorrang?

Die Grundlagen gehören zur praktischen Segelausbildung, etwa bei der RYA. Der SBF See prüft unter anderem Ausweichregeln und Bootskunde; er ist kein Segelschein. Bei Kollisionsgefahr muss nach Regel 12 normalerweise das Boot mit Wind von Backbord dem Boot mit Wind von Steuerbord ausweichen. Bei Wind von derselben Seite weicht das Luvboot aus. Weitere anwendbare Regeln, etwa zum Überholen, bleiben wichtig.

Quellen