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Teile eines Segelboots

Ein Segelboot hat Rumpf, Steueranlage, Rigg und Segel; nach vorn gesehen liegt Backbord links und Steuerbord rechts.

Geprüft von Ramon Curto, Nautiklehrer am IECNPC · Zuletzt geprüft:

Bug1Heck2Rumpf5Kiel6Ruder7Mast9Großbaum10Vorstag11Achterstag12Wanten13Großsegel14Fock / Genua15Fall16Schot17Relingsdraht22Niedergang26Heckspiegel27Wasserlinie28Freibord29

1 · Bug

Das vordere Ende des Boots.

Rechenbeispiel

Deckhöhe: 1,8 m · Wasserlinienhöhe: 1,2 m

Freibord: 1,8 m − 1,2 m = 0,6 m

Hier der senkrechte Abstand zwischen Wasserlinie und Deckskante.

So funktioniert es

Orientiere dich mit Blick zum Bug. Backbord und Steuerbord sind feste Seiten des Boots. Wenn du nach achtern schaust, liegt Backbord rechts von dir, bleibt aber Backbord. Das Heck bezeichnet den hinteren Bereich; der Heckspiegel ist nur dessen querstehende Abschlussfläche bei dieser Yacht. Nicht jedes Boot besitzt dieselbe Heckform. Mit eindeutigen Begriffen versteht die Crew deine Anweisung unabhängig von ihrer Blickrichtung.

In der Seitenansicht erkennst du Rigg und Unterwasserteile. Die Deckansicht zeigt Bootsseiten, Breite und Arbeitsbereiche. Die nummerierten Markierungen gehören zu den Begriffen darunter. Wähle einen Begriff, um seine Aufgabe zu lesen, oder nutze Lernkarten und überlege vor dem Aufdecken selbst. Die Zeichnung ist schematisch und stellt keinen Bauplan einer bestimmten Yacht dar.

Ein Fall heißt ein Segel, eine Schot stellt dessen Winkel ein. Stagen und Wanten stützen den Mast. Eine Winsch erleichtert das Holen einer belasteten Leine; auf einer Klampe belegst du sie. Verknüpfe den Namen immer mit der Funktion. Der Baum kann bei einer Halse quer über das Cockpit schwenken. Seine Lage zu kennen ist deshalb auch für die Sicherheit wichtig. Relingsdrähte ersetzen weder vorsichtige Bewegungen noch eine geeignete Sicherung.

Im Beispiel liegt die Deckskante 1,8 m und die Wasserlinie 1,2 m über demselben Bezug. Der senkrechte Unterschied beträgt 0,6 m und ist hier das lokale Freibord. Der Tiefgang reicht dagegen zur tiefsten eingetauchten Stelle, während die Breite quer zum Rumpf gemessen wird. Beladung verändert Wasserlinie und Freibord. Die Zahlen dienen dem Lernen und sind weder Daten einer echten Yacht noch eine amtliche Vermessung.

Bootskunde gehört zur praktischen RYA-Segelausbildung und zur Vorbereitung auf nautische Prüfungen wie PER und SBF See. Der französische permis côtier behandelt grundlegende Boots- und Steuerbegriffe, ist aber kein Segelnachweis. Lerne die dreißig Begriffe und suche die Teile anschließend mit einer Lehrperson am echten Boot. Eine Jolle mit Schwert besitzt nicht unbedingt den hier gezeigten festen Ballastkiel.

1 · Bug
Das vordere Ende des Boots.
2 · Heck
Das hintere Ende des Boots.
3 · Backbord
Die linke Bootsseite, wenn du nach vorn schaust.
4 · Steuerbord
Die rechte Bootsseite, wenn du nach vorn schaust.
5 · Rumpf
Der schwimmende Hauptkörper des Boots.
6 · Kiel
Unterwasserflosse gegen Abdrift; ein Ballastkiel erhöht auch die Stabilität.
7 · Ruder
Bewegliche Unterwasserfläche zum Steuern.
8 · Pinne / Steuerrad
Bedienelement des Ruders; die Pinne bewegt sich entgegen der Drehrichtung.
9 · Mast
Senkrechte Spiere, die Segel und Rigg trägt.
10 · Großbaum
Spiere am Unterliek des Großsegels; halte dich aus ihrem Schwenkbereich.
11 · Vorstag
Abspannung des Masts zum Bug.
12 · Achterstag
Abspannung des Masts nach achtern.
13 · Wanten
Seitliche Abspannungen des Masts.
14 · Großsegel
Hauptsegel hinter dem Mast über dem Baum.
15 · Fock / Genua
Vorsegel; eine Genua überlappt den Mast.
16 · Fall
Leine zum Heißen eines Segels.
17 · Schot
Leine zum Einstellen des Segelwinkels.
18 · Winsch
Drehbare Trommel, die das Holen belasteter Leinen erleichtert.
19 · Klampe
Beschlag zum Belegen einer Leine.
20 · Leitöse
Beschlag zum Führen einer Leine und Verringern von Scheuerstellen.
21 · Relingsstütze
Senkrechter Pfosten, der die Relingsdrähte trägt.
22 · Relingsdraht
Schützender Draht oder Leine entlang der Deckskante.
23 · Bugkorb
Schutzgeländer am Bug.
24 · Heckkorb
Schutzgeländer am Heck.
25 · Cockpit
Vertiefter Arbeitsbereich zum Steuern und Bedienen der Segel.
26 · Niedergang
Eingang und Treppe vom Deck in die Kajüte.
27 · Heckspiegel
Querfläche, die das Heck dieser Yacht abschließt.
28 · Wasserlinie
Schnittlinie von Rumpf und Wasser bei einer bestimmten Beladung.
29 · Freibord
Hier der senkrechte Abstand zwischen Wasserlinie und Deckskante.
30 · Breite
Breite des Boots quer zum Rumpf.

Fragen

Welche Seite ist Backbord?

Die linke Bootsseite, wenn du nach vorn schaust.

Was unterscheidet Fall und Schot?

Leine zum Heißen eines Segels. Leine zum Einstellen des Segelwinkels.

Wozu dient der Kiel?

Unterwasserflosse gegen Abdrift; ein Ballastkiel erhöht auch die Stabilität.

Ist die Pinne das Ruder?

Bedienelement des Ruders; die Pinne bewegt sich entgegen der Drehrichtung. Bewegliche Unterwasserfläche zum Steuern.

Wie misst du Freibord?

Im Beispiel liegt die Deckskante 1,8 m und die Wasserlinie 1,2 m über demselben Bezug. Der senkrechte Unterschied beträgt 0,6 m und ist hier das lokale Freibord. Der Tiefgang reicht dagegen zur tiefsten eingetauchten Stelle, während die Breite quer zum Rumpf gemessen wird. Beladung verändert Wasserlinie und Freibord. Die Zahlen dienen dem Lernen und sind weder Daten einer echten Yacht noch eine amtliche Vermessung.

Sind alle Yachten so aufgebaut?

In der Seitenansicht erkennst du Rigg und Unterwasserteile. Die Deckansicht zeigt Bootsseiten, Breite und Arbeitsbereiche. Die nummerierten Markierungen gehören zu den Begriffen darunter. Wähle einen Begriff, um seine Aufgabe zu lesen, oder nutze Lernkarten und überlege vor dem Aufdecken selbst. Die Zeichnung ist schematisch und stellt keinen Bauplan einer bestimmten Yacht dar. Bootskunde gehört zur praktischen RYA-Segelausbildung und zur Vorbereitung auf nautische Prüfungen wie PER und SBF See. Der französische permis côtier behandelt grundlegende Boots- und Steuerbegriffe, ist aber kein Segelnachweis. Lerne die dreißig Begriffe und suche die Teile anschließend mit einer Lehrperson am echten Boot. Eine Jolle mit Schwert besitzt nicht unbedingt den hier gezeigten festen Ballastkiel.

Quellen