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Schiff verlassen: Rettungsinsel, Notfalltasche und Überleben

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Notfälle≈ 3 Min. Lesezeit

EPIRB, SART und PLB im Überlebensfall einsetzen

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Lass die EPIRB eingeschaltet und nach Anleitung schwimmen. Schalte den SART ein und bringe ihn hoch an. Halte die PLB-Antenne senkrecht und über Wasser.

EPIRB

Schalte die EPIRB ein und lass sie an. Sie sendet einen Satellitennotalarm auf 406 MHz mit ihrer Kennung und, falls mit GNSS ausgestattet, ihrer Satellitenposition. GNSS bedeutet satellitengestützte Positionsbestimmung. Das Signal auf 121,5 MHz hilft Rettern, dich durch Peilung zu finden. Befolge die Anleitung: Ein frei aufschwimmendes Modell arbeitet am besten schwimmend an seiner Sicherungsleine, an der Insel befestigt, mit senkrechter Antenne. Manche zeigen mit einer Return Link Service-Leuchte (RLS), dass der Alarm empfangen wurde.

SART

Schalte den SART, den Such- und Rettungstransponder, ein. Bringe ihn hoch an seiner Stange oder am Dach an. Mehr Höhe verbessert die Reichweite. Ein Radar-SART antwortet auf das 9-GHz-Radar eines Schiffes oder Flugzeugs: Auf dessen Bildschirm erscheint eine Reihe von 12 Punkten, die von deiner Position nach außen führt. Ein AIS-SART erscheint als besonderes Ziel im AIS. Dieses automatische Identifikationssystem zeigt Schiffspositionen an. Nutze den SART zusammen mit der EPIRB.

PLB

Eine PLB, ein persönlicher Notsender, funktioniert wie eine kleine EPIRB für eine Person, meist mindestens 24 Stunden lang. Die meisten musst du von Hand einschalten und mit senkrechter Antenne über Wasser halten. Halte eine PLB als Reserve bereit und befolge die Anweisungen der Retter. Schalte einen aktiven Notsender nicht zum Stromsparen immer wieder aus und ein.

Weitere Signale

Halte das UKW-Handfunkgerät trocken. Rufe Retter in der Nähe auf Kanal 16 und nenne deine Position. Höre dann auf ihre Anweisungen. Nutze bei Sonnenschein den Signalspiegel. Er ist weit sichtbar. Setze Seenotfackeln, -raketen und orangefarbene Rauchsignale ein, wenn Retter sie sehen könnten. Befolge die jeweilige Geräteanleitung.

2Kernpunkte

  1. 1

    EPIRB einschalten und anlassen: Alarm auf 406 MHz, dazu 121,5 MHz zur Peilung.

  2. 2

    Eine frei aufschwimmende EPIRB arbeitet am besten schwimmend an ihrer Sicherungsleine, Antenne senkrecht.

  3. 3

    Radar-SART: 12 Punkte auf dem Radar der Retter; AIS-SART auf AIS-Bildschirmen.

  4. 4

    Schalte den SART zusammen mit der EPIRB ein und bringe ihn hoch an: Die Reichweite hängt von der Höhe ab.

  5. 5

    PLB: von Hand einschalten, Antenne senkrecht und über Wasser.

3Häufige Fehler

  • Falsch: Schalte die EPIRB aus, sobald du vom Empfang ihres Alarms erfährst.

    Richtig: Lass sie eingeschaltet. Die Retter peilen ihre Signale an, bis sie dich gefunden haben.

  • Falsch: Der SART ist auf dem Inselboden genauso wirksam.

    Richtig: Nahe der Wasseroberfläche sinkt seine Reichweite stark. Bringe ihn so hoch wie möglich an.

4Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Deine EPIRB und dein Radar-SART sind seit sechs Stunden an. Der SART ist hoch angebracht. Die RLS-Leuchte der EPIRB bestätigt den Empfang. Ein Crewmitglied will beide zum Stromsparen ausschalten. Am Horizont erscheint ein Schiff. Was tust du?

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Lass beide Geräte an. RLS bestätigt den Empfang, keinen gestarteten Rettungseinsatz. Prüfe, ob der Radar-SART weiter hoch angebracht und die EPIRB nach Anleitung eingesetzt ist. Rufe das Schiff mit dem UKW-Handfunkgerät auf Kanal 16, nenne deine Position und befolge seine Anweisungen. Zünde ein Seenotsignal, wenn das Schiff nahe genug ist, um es zu sehen.

Prüfungstipps

  • EPIRB: Satellitennotalarm auf 406 MHz mit Kennung und gegebenenfalls Position; 121,5 MHz zur Peilung; eingeschaltet lassen.
  • Die RLS-Leuchte bestätigt den Empfang des Alarms, keinen gestarteten Rettungseinsatz.
  • Radar-SART: 12 Punkte auf X-Band-Radar (9 GHz); AIS-SART auf AIS; zusammen mit EPIRB einschalten und hoch anbringen.
  • PLB: manuell, Antenne senkrecht, meist mindestens 24 Stunden.

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