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Wolken, Luftfeuchtigkeit und Taupunkt

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Meteorologie≈ 3 Min. Lesezeit

Wolkentypen und was sie dir verraten

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Wolken werden in zehn Haupttypen eingeteilt, die Gattungen, und nach ihrer Höhe gruppiert. Ihre Formen und ihre wechselnde Abfolge helfen dir, das Wetter zu lesen.

Wie Wolken entstehen

Wolken entstehen, wenn Luft bis zur Sättigung abkühlt, meist beim Aufsteigen. Konvektion ist das Aufsteigen von Luft, die von unten erwärmt wird. Bei orografischer Hebung wird Luft an höherem Gelände zum Aufsteigen gezwungen. Frontale Hebung führt wärmere Luft über kältere Luft. Konvergenz entsteht, wenn Luftströmungen bodennah zusammentreffen und Luft nach oben drücken, oft um ein Tiefdruckzentrum. Abkühlung von unten kann ebenfalls Nebel oder tiefen Stratus erzeugen.

Namen und Höhenstufen

Der WMO-Wolkenatlas nennt zehn Gattungen in drei Höhenstufen. In mittleren Breiten: hoch 5–13 km (Cirrus, Cirrocumulus, Cirrostratus), mittel 2–7 km (Altocumulus, Altostratus, oft Nimbostratus), tief unter 2 km (Stratus, Stratocumulus). Cumulus und Cumulonimbus haben tiefe Untergrenzen, können aber weit nach oben wachsen. Die Namensbestandteile helfen dir: cirro- hoch, alto- mittel, strato- Schicht, cumulo- Haufen, nimbo- Regen.

Schichten oder Haufen

Schichtwolken (Stratus, Altostratus) zeigen meist stabile Luft, die großflächig langsam angehoben oder von unten abgekühlt wird. Haufenwolken (Cumulus) zeigen labile, aufsteigende Luft. Kleine, flache Cumuluswolken an einem sonnigen Tag bedeuten Schönwetter. Wachsen Cumuluswolken bis zum späten Vormittag immer weiter in die Höhe, warnen sie vor Schauern am Nachmittag.

Eine Front kündigt sich an

Ein klassisches Zeichen: Cirrus verdichtet sich zu milchigem Cirrostratus mit einem Halo, einem Ring um die Sonne. Dann folgen grauer Altostratus und tiefer, dunkler Nimbostratus mit anhaltendem Regen. Bei fallendem Barometer erscheint diese Folge oft vor einer Warmfront, manchmal schon einen Tag vorher. Die Lerneinheit Drucksysteme erklärt die Front als Ganzes.

Warnende Wolken

Ein Cumulonimbus, ein riesiger Wolkenturm, oft mit ambossförmiger Oberseite, bringt kräftige Schauer, starke Böen (plötzlich einsetzenden starken Wind), Blitze und manchmal Hagel oder Wasserhosen. Türmchenförmiger Altocumulus castellanus am Morgen warnt vor späteren Gewittern. Glatte, linsenförmige Lenticulariswolken über höherem Gelände zeigen Wellen in stabiler Luft an und warnen oft vor starkem Höhenwind. Übe das Erkennen im Wetterlabor: Wolken.

2Wichtige Daten

Hohe Wolken (5–13 km)
Cirrus, Cirrocumulus, Cirrostratus
Mittelhohe Wolken (2–7 km)
Altocumulus, Altostratus; Nimbostratus reicht darüber und darunter
Tiefe Wolken (unter 2 km)
Stratus, Stratocumulus; Cumulus und Cumulonimbus haben tiefe Untergrenzen
Warmfrontzeichen
Cirrus → Cirrostratus (Halo) → Altostratus → Nimbostratus
Gefährliche Wolke
Cumulonimbus: starke Böen, Blitze, Hagel, Wasserhosen

3Kernpunkte

  1. 1

    Wolken entstehen, wenn Luft bis zur Sättigung abkühlt, meist beim Aufsteigen.

  2. 2

    Zehn Gattungen in drei Höhenstufen; Namensbestandteile zeigen Höhe und Form.

  3. 3

    Schichtwolken: stabile Luft. Haufenwolken: labile Luft.

  4. 4

    Cirrus → Cirrostratus mit Halo → Altostratus → Nimbostratus deutet oft auf eine Warmfront hin.

  5. 5

    Cumulonimbus warnt vor kräftigen Schauern, plötzlichem starkem Wind und Blitzen.

4Häufige Fehler

  • Falsch: Cirrus bedeutet immer Regen am nächsten Tag.

    Richtig: Cirrus allein sagt keinen Regen voraus. Achte darauf, ob sich die Wolken zu einem Schleier verdichten, ein Halo und tiefere Wolken erscheinen und das Barometer fällt.

  • Falsch: Cumuluswolken bedeuten immer Schauer.

    Richtig: Kleine, flache Cumuluswolken bedeuten Schönwetter. Achte auf Cumuluswolken, die immer weiter in die Höhe wachsen.

  • Falsch: Ein Halo um die Sonne ist nur ein schöner Effekt.

    Richtig: Er weist auf Eiskristalle hin, oft in Cirrostratus, der zur Wolkenfolge vor einer Warmfront gehört.

5Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Vor Anker siehst du beim Frühstück dünne Cirruswolken. Mittags liegt ein milchiger Schleier mit einem Halo um die Sonne am Himmel. Das Barometer ist seit dem Morgen um 3 hPa gefallen. Was könnte sich nähern, und was tust du?

Antwort zeigen

Die dichter werdenden hohen Wolken, der Halo und der fallende Luftdruck deuten auf eine heranziehende Warmfront hin. Sie legen weder deren Ankunftszeit noch die Windrichtung fest. Prüfe im aktuellen Wetterbericht, wann die Front eintreffen soll und wie sich der Wind ändern soll. Notiere den Luftdruck regelmäßig und prüfe, ob dein Ankerplatz geschützt bleibt.

Prüfungstipps

  • Zehn Wolkengattungen: cirro- bedeutet hoch, alto- mittel, strato- Schicht, cumulo- Haufen und nimbo- Regen.
  • Schichtwolken zeigen stabile Luft; Haufenwolken zeigen labile Luft.
  • Cirrus → Cirrostratus mit Halo → Altostratus → Nimbostratus bei fallendem Barometer: oft eine heranziehende Warmfront.

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