Einheiten ansehenPersönliches Überleben: Verlassen des Schiffes, im Wasser und im Überlebensfahrzeug
Der Befehl zum Verlassen, Überlebenskleidung und der Weg von Bord
1Die Lektion in einfachen Worten
Verlasse das Schiff nur auf Befehl des Kapitäns, angezogen für langes Warten in der Kälte. Steige möglichst trocken ein. Musst du springen, dann sicher aus möglichst geringer Höhe.
Der Befehl
Der Kapitän, der Schiffsführer, befiehlt das Verlassen mündlich oder über die Lautsprecheranlage. Bleib bis dahin an Bord: Ein beschädigtes Schiff ist oft sicherer als das Meer. Geh dann mit deiner Gruppe zur Einbootungsstation, wo du in dein zugewiesenes Rettungsboot oder deine Rettungsinsel steigst. Folge der Gruppenleitung. Springen, Schwimmen mit Rettungsweste und Aufrichten einer Rettungsinsel übst du im zugelassenen Lehrgang.
Kleidung zum Überleben
Trage warme Kleidung in Schichten, Mütze, Handschuhe und Socken. Wolle und Fleece isolieren auch nass noch etwas. Zieh deinen Überlebensanzug, einen wasserdichten Schutzanzug, an. Schließe den Reißverschluss und setze die Kapuze auf. Trage darüber eine Rettungsweste, wenn die Kennzeichnung es verlangt. Trinke Wasser und nimm zusätzliche Kleidung oder Decken mit, wenn Zeit bleibt. Nimm ausgegebene Tabletten gegen Seekrankheit nur, wenn du sicher schlucken kannst, und beachte die Arzneimittelhinweise.
Möglichst trocken bleiben
Am besten gehst du trockenen Fußes von Bord, ohne nass zu werden: Steige am Einbootungsdeck in ein Rettungsboot oder eine mit einem Davit (einem Kran an Deck) gefierte (herabgelassene) Rettungsinsel. Nutze eine Schiffsevakuierungsanlage (Rutsche oder Schlauch zu einer schwimmenden Plattform) oder steige eine Einbootungsleiter hinab. Jede Minute außerhalb des Wassers erhält Wärme und Kraft. Springe nur, wenn es keinen anderen Weg gibt.
Wenn du springen musst
Springe aus möglichst geringer Höhe. Rettungswesten und Überlebensanzüge werden für Sprünge aus 4,5 m geprüft. Höhere Sprünge können dich verletzen oder die Ausrüstung beschädigen. Steige möglichst ein Stück an einer Leiter oder einem Tau hinab. Springe niemals auf das Dach einer Rettungsinsel oder direkt daneben ins Wasser. Du könntest auf Menschen landen.
2Schritt für Schritt
Sicher ins Wasser springen
- 1
Wähle die niedrigste erreichbare Stelle auf der von Feuer und Öl abgewandten Seite.
Jeder zusätzliche Meter verstärkt den Aufprall. Die Ausrüstung wird aus 4,5 m geprüft.
- 2
Prüfe, ob das Wasser unten frei von Menschen, Trümmern, Rettungsbooten, Rettungsinseln und brennendem Öl ist.
Landest du auf etwas oder jemandem, könnt ihr beide verletzt werden.
- 3
Halte die Rettungsweste mit einem Arm quer vor der Brust unten. Verschließe mit der anderen Hand Nase und Mund.
So schlägt die Weste nicht gegen Kinn und Hals, und Wasser gelangt nicht in die Nase.
- 4
Schau geradeaus, nicht hinunter, und tritt über die Kante.
Beim Hinunterschauen kippt dein Körper vor und du tauchst ungünstig ein.
- 5
Halte Füße zusammen und Beine gestreckt. Tauche mit den Füßen zuerst ein.
Gerades, senkrechtes Eintauchen birgt das geringste Verletzungsrisiko.
- 6
Bringe nach dem Auftauchen deine Atmung unter Kontrolle. Entferne dich dann von der Bordwand.
Kälteschock lässt dich nach Luft schnappen. Nahe am Rumpf drohen Trümmer und zu Wasser gelassene Rettungsmittel.
3Wichtige Daten
- Schiff verlassen
- Nur auf Befehl des Kapitäns
- Bester Weg von Bord
- Trocken: Rettungsboot, Davit-Rettungsinsel, Evakuierungsrutsche oder Leiter
- Sprungprüfhöhe
- Westen und Anzüge aus 4,5 m geprüft; springe aus geringerer Höhe
4Kernpunkte
- 1
Bleib an Bord, bis der Kapitän das Verlassen befiehlt.
- 2
Warme Schichten, Mütze und Handschuhe, dann Überlebensanzug, darüber Rettungsweste, falls vorgeschrieben.
- 3
Steige möglichst trockenen Fußes ein.
- 4
Beim Sprung: geringe Höhe, unten frei, Weste festhalten, geradeaus schauen, Füße zuerst, Beine zusammen.
- 5
Springe niemals auf das Dach einer Rettungsinsel oder direkt daneben.
5Häufige Fehler
Falsch: Trage möglichst wenig, damit du im Überlebensanzug gut schwimmen kannst.
Richtig: Trage warme Schichten unter dem Anzug. Kälte ist die Hauptgefahr, nicht das Schwimmen.
Falsch: Schau beim Sprung ins Wasser hinunter, damit du siehst, wo du landest.
Richtig: Prüfe zuerst den Bereich unten. Schau beim Absprung geradeaus, damit dein Körper aufrecht bleibt.
Falsch: Springe direkt auf die Rettungsinsel, um trocken zu bleiben.
Richtig: Ein Sprung aufs Dach kann Menschen darin verletzen und die Insel beschädigen. Steige trocken ein oder springe mit Abstand ins freie Wasser.
6Praxisfall & Prüfungstipps
Der Kapitän befiehlt das Verlassen. Feuer versperrt deine Rettungsbootstation. Der einzige Ausweg ist eine Rettungsinsel auf der anderen Seite. Dort liegt das Deck etwa 9 m über dem Wasser. Die Insel ist bereits aufgeblasen und liegt längsseits.
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Gehe zuerst tiefer: Steige die Einbootungsleiter zur Insel hinab und möglichst trocken ein. Musst du springen, wähle die niedrigste erreichbare Stelle. Prüfe, ob das Wasser frei ist, und springe mit deutlichem Abstand zur Insel, niemals darauf. Halte die Weste unten, verschließe Nase und Mund, schau geradeaus und halte die Füße zusammen. Tauche auf, kontrolliere deine Atmung und schwimme auf dem Rücken zur Insel.
Prüfungstipps
- Nur auf Befehl des Kapitäns verlassen; zur Einbootungsstation gehen.
- Warm anziehen, dann Überlebensanzug, darüber Rettungsweste, falls vorgeschrieben.
- Möglichst trocken einsteigen; Ausrüstung wird für Sprünge aus 4,5 m geprüft.
- Sprung: unten frei, Weste halten, Nase und Mund verschließen, geradeaus schauen, Füße zuerst, Beine zusammen.
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