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Sicher an Deck arbeiten: Snap-back-Zonen, Arbeiten in der Höhe und außenbords, geschlossene Räume und Arbeitserlaubnisse (Decksleute)

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Arbeiten in der Höhe und außenbords

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Beurteile Risiken und nutze vorgeschriebene Arbeitserlaubnisse. In der Höhe brauchst du Absturzsicherung und Rettungsplan. Außenbords zusätzlich Rettungsweste, Rettungsring und Sicherungsposten.

Was dazugehört

Arbeiten in der Höhe umfassen alle Arbeiten mit Absturzgefahr: an Masten, auf Leitern und Gerüsten, an offenen Luken oder in Tanks. Arbeiten außenbords erfolgen auf einem Gerüst (einer hängenden Arbeitsplattform) oder Sitz über der Bordwand oder überall dort, wo du ins Wasser fallen könntest. Beides erfordert eine Gefährdungsbeurteilung und, soweit die Bordverfahren es vorschreiben, eine Arbeitserlaubnis (Lektion 4). Nur fachkundige Personen dürfen diese Arbeiten ausführen. Auszubildende werden beaufsichtigt.

Ausrüstung

Trage bei Absturzgefahr stets einen Auffanggurt mit Sicherungsleine oder Auffanggerät an einem tragfähigen Anschlagpunkt. Außenbords brauchst du zusätzlich eine für die Arbeit geeignete Rettungsweste und einen bereitliegenden Rettungsring mit Leine. Jemand an Deck beobachtet dich ständig. Die Gerüstleinen sollten als zusätzliche Sicherungsleinen bis ins Wasser reichen. Prüfe vor Gebrauch Gurt, Verbindungsmittel (kurze Sicherungsleine oder Gurtband), Sitz oder Gerüst und die Jolltaue (ihre Hebeleinen).

Bootsmannsstuhl

Ein Bootsmannsstuhl ist ein hängender Sitz für eine Person. Befestige ihn mit einem doppelten Schotstek am Jolltau. Bändsele das freie Ende mit dünner Leine an der stehenden Part, also der Hauptlänge des Taus, fest. Lass Stuhl und Jolltaue nach dem genehmigten Bordverfahren untersuchen und mit der vierfachen vorgesehenen Last prüfen. Nutze Blöcke (Seilrollen) mit ausreichender Nenntragfähigkeit für die Arbeit. Hole von Hand, nicht mit der Winde. Befestige Anschlagpunkte am Schiffskörper, nie an versetzbaren Geländern oder Relingsstützen (senkrechten Geländerstützen).

Werkzeug und Freischaltung

Befördere Werkzeug im Behälter an einer Leine. Nutze Werkzeugsicherungen und sperre den Bereich darunter ab. Vor Arbeiten nahe Schiffspfeife oder Radarantenne veranlasst der Offizier das Freischalten und Warnschilder. Verhindere Aussendungen nahe Funkantennen. Am Schornstein verringert der wachhabende Ingenieur Dampf, schädliche Gase und Abgase so weit wie möglich. Vermeide Höhenarbeiten nahe laufendem Ladungsumschlag.

In Fahrt und Wetter

Arbeite auf einem Schiff in Fahrt nur im Notfall außenbords. Dann muss ein Bereitschaftsboot bereitstehen und eine verantwortliche Person genau aufpassen. Berücksichtige Schiffsbewegungen und Wetter auch am Liegeplatz.

2Schritt für Schritt

Bevor du außenbords gehst

  1. 1

    Bestätige, dass das Schiff nicht in Fahrt ist, sofern keine Notfallarbeit vorliegt. Prüfe Einweisung, Rettungsplan und erforderliche Erlaubnisse.

    Alle müssen Schutzmaßnahmen und Rettungsplan kennen. Bei Notfallarbeiten außenbords in Fahrt muss ein Bereitschaftsboot bereitstehen.

  2. 2

    Prüfe Gurt, Verbindungsmittel, Sicherungsleine, Jolltaue und Gerüst oder Stuhl.

    Beschädigte Ausrüstung versagt unter Last.

  3. 3

    Lege Auffanggurt und eine für die Arbeit geeignete Rettungsweste an. Befestige deine Sicherungsleine an einem unabhängigen, tragfähigen Anschlagpunkt.

    Versagt Gerüst oder Stuhl, hält dich die Sicherungsleine weiterhin.

  4. 4

    Lege einen Rettungsring mit Leine bereit und kläre, wer dich von Deck aus beobachtet.

    Jemand muss einen Sturz sehen und sofort handeln.

  5. 5

    Sichere Werkzeug mit Halteleinen und lasse es im Behälter hinab.

    Fallendes Werkzeug kann jemanden verletzen oder dich aus dem Gleichgewicht bringen.

  6. 6

    Bestätige mit dem Offizier nach Bedarf: Pfeife/Radar freigeschaltet und mit Warnschildern versehen, Funkaussendungen gestoppt, Schornsteinabgase begrenzt.

    Pfeifensignale, drehende Radarantennen, Funkaussendungen und Schornsteinemissionen können dich verletzen.

3Wichtige Daten

Bootsmannsstuhl
Stuhl und Jolltaue: Prüfung mit 4 × vorgesehener Last; doppelter Schotstek
Außenbords zusätzlich
Für die Arbeit geeignete Rettungsweste, Rettungsring mit Leine, Posten an Deck
In Fahrt
Außenbords nur im Notfall arbeiten; Bereitschaftsboot bereithalten
Zuerst Gefahren beherrschen
Pfeife/Radar freischalten; Funkaussendungen stoppen; Schornsteinabgase begrenzen

4Kernpunkte

  1. 1

    Beurteile Risiken und nutze vorgeschriebene Erlaubnisse. Für Höhen- und Außenbordsarbeiten brauchst du Fachkundige und einen Rettungsplan.

  2. 2

    Bei Absturzgefahr: Auffanggurt und Sicherungsleine. Außenbords zusätzlich eine für die Arbeit geeignete Rettungsweste.

  3. 3

    Rettungsring mit Leine und Sicherungsposten an Deck; in Fahrt nur im Notfall außenbords arbeiten.

  4. 4

    Werkzeug sichern, Bereich darunter freihalten. Pfeife/Radar freischalten, Funkaussendungen stoppen und Schornsteinabgase begrenzen.

5Häufige Fehler

  • Falsch: Hake deine Sicherungsleine am Arbeitsgerüst ein.

    Richtig: Befestige sie an einem unabhängigen, tragfähigen Anschlagpunkt. So hält sie dich, wenn das Gerüst versagt.

  • Falsch: Hole ein Besatzungsmitglied im Bootsmannsstuhl mit der Winde hoch.

    Richtig: Hole von Hand, damit du das Heben kontrollierst. Stoppe sofort, wenn Stuhl oder Leine hängen bleiben. Erzwinge nichts.

  • Falsch: Trage den Farbeimer beim Leitersteigen in einer Hand.

    Richtig: Halte beide Hände zum Klettern frei. Hole Werkzeug und Farbe im Behälter an einer Leine hoch.

6Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Das Schiff liegt bei leichter Dünung vor Anker. Der Offizier möchte den Schiffsnamen am Bug neu streichen lassen. Du sollst auf einem Gerüst hinunter.

Antwort zeigen

Vor Anker zu liegen macht die Dünung nicht ungefährlich. Beginne erst, wenn der Offizier die Risiken akzeptiert, den Rettungsplan und erforderliche Erlaubnisse bestätigt. Verschiebe die Arbeit, wenn das Gerüst nicht sicher gehalten werden kann. Trage Auffanggurt mit unabhängiger Sicherungsleine und eine für die Arbeit geeignete Rettungsweste. Halte Sicherungsposten und Rettungsring mit Leine bereit. Sichere Werkzeug und lass die Gerüstleinen bis ins Wasser reichen.

Prüfungstipps

  • Gefährdungsbeurteilung und Rettungsplan für Höhen- und Außenbordsarbeiten; Erlaubnis, soweit nach Bordverfahren vorgeschrieben.
  • Auffanggurt und Sicherungsleine; außenbords zusätzlich eine für die Arbeit geeignete Rettungsweste, Rettungsring mit Leine und Sicherungsposten an Deck.
  • Bootsmannsstuhl: doppelter Schotstek; Stuhl und Jolltaue mit 4 × vorgesehener Last geprüft; von Hand holen.
  • Außenbords in Fahrt nur im Notfall; Pfeife/Radar freischalten, Funkaussendungen stoppen und Schornsteinabgase begrenzen.

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