Meine Module›M12 Schiff und Maschine›1. Motorcheck vor dem Auslaufen und Pflege des Außenborders
Einheiten ansehen

Motorcheck vor dem Auslaufen und Pflege des Außenborders

4 Lektionen
Keine Notizen
Schiff und Maschine≈ 3 Min. Lesezeit

Der Beiboot-Außenborder: Montage, Notstoppleine und Sicherheit

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Ein Beiboot ist ein kleines Boot für Fahrten an Land oder zu anderen Booten. Sichere seinen Außenborder, trage die Notstoppleine und nimm Riemen mit.

Montage

Mache das Beiboot längsseits fest. Lass den Motor an einer geeigneten Leine hinab, die am zugelassenen Hebepunkt oder an einem korrekt angelegten Motorhebegurt befestigt ist. Halte Personen darunter fern. Setze ihn mittig auf den Spiegel (das flache hintere Ende des Beiboots), ziehe beide Klemmschrauben fest an und befestige eine Sicherungsleine zwischen Motor und Beiboot. Sie hält den Motor, falls sich die Klemmen lösen.

Notstoppleine

Eine Notstoppleine verbindet dich mit dem Motor-Notausschalter. Fällst du vom Steuerplatz weg, zieht sie sich heraus und stoppt den Motor. Befestige sie sicher an dir nach Herstelleranleitung. Eine drahtlose Variante nutzt statt der Leine ein Gerät, das du am Körper trägst.

US-Vorschrift

Das US-Bundesrecht verlangt, eine vorhandene Motor-Notstoppverbindung auf Sportbooten unter 26 ft mit mindestens 115 lb Standschub zu nutzen. Standschub ist die im Stillstand gemessene Schubkraft; dieser Wert entspricht etwa 3 PS. Nutze sie oberhalb der Verdrängerfahrt: wenn sich der Rumpf hebt und über das Wasser gleitet, auch beim teilweisen Gleiten. Die Pflicht gilt nicht, wenn sich der Hauptsteuerstand (der Platz zum Steuern) in einer geschlossenen Kabine befindet.

Gefahr durch den Propeller

Ein drehender Propeller verursacht schwerste Verletzungen. Schalte in Neutralstellung und stelle den Motor ab, bevor jemand nahe dem Heck (dem hinteren Ende des Beiboots) schwimmt oder aus dem Wasser einsteigt.

Ersatzantrieb

Nimm Riemen oder Paddel und ein Ösfass (ein Schöpfgefäß zum Entfernen von Wasser) mit. Bei einem aufblasbaren Beiboot gehört auch die Luftpumpe dazu. Kleine Außenborder bleiben oft wegen alten Kraftstoffs oder geschlossener Tankbelüftung stehen. Prüfe den Kraftstoff, bevor du die Yacht verlässt, und sage jemandem, wohin du fährst, besonders nachts.

Flachwasser und Anlanden

Fahre vor flachen Stellen langsamer. Nutze nur die im Handbuch erlaubte Flachwasserstellung und halte die Kühlwassereinlässe unter Wasser. Wähle Neutralstellung und stelle den Motor ab, bevor du ihn zum Anlanden ganz hochklappst. Nutze Riemen bis ans Ufer; halte Propeller und Schaft (unteres Motorgehäuse) vom Grund fern.

2Kernpunkte

  1. 1

    Sichere das Beiboot. Lass den Motor am zugelassenen Hebepunkt oder Hebegurt hinab. Ziehe beide Klemmen an und befestige eine Sicherungsleine.

  2. 2

    Trage die Notstoppleine bei jeder Fahrt.

  3. 3

    Stelle den Motor ab, bevor jemand in die Nähe des Propellers kommt.

  4. 4

    Nimm Riemen, Ösfass und Kraftstoff mit. Stelle den Motor ab, bevor du ihn zum Anlanden ganz hochklappst.

3Häufige Fehler

  • Falsch: Die Notstoppleine ist nur für schnelle Boote nötig.

    Richtig: Auch kleine Beiboote kentern und werfen Menschen hinaus. Trage die Leine auf jedem Boot, das eine hat.

  • Falsch: Lass die Riemen auf der Yacht, um Platz zu sparen.

    Richtig: Kleine Außenborder können ausfallen. Ohne Riemen treiben Wind oder Strömung dich fort.

4Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Ihr liegt vor Anker. Ein Freund will zum Beiboot schwimmen, während du dessen Außenborder für die Fahrt an Land startest. Was tust du?

Antwort zeigen

Lass den Motor aus, bis der Schwimmer an Bord und vom Heck weg ist. Befestige dann die Notstoppleine an dir, prüfe den Propellerbereich, starte in Neutralstellung und fahre langsam los. Kommt jemand im Wasser näher, schalte in Neutralstellung und stelle den Motor ab.

Prüfungstipps

  • Notstoppleine: bei jeder Fahrt tragen; sie stoppt den Motor, wenn du vom Steuerplatz wegfällst.
  • Stelle den Motor ab, wenn Menschen nahe dem Heck im Wasser sind.
  • Sicherungsleine zwischen Motor und Beiboot; beide Klemmschrauben fest.
  • Riemen und Ösfass immer im Beiboot mitführen.

Diese Einheit abschließen

Wenn du sie gelesen hast, beantworte drei Fragen. Mit drei richtigen Antworten schließt du die Einheit ab; nur die Seite zu öffnen zählt nicht.

Meine Notizen zu dieser Einheit

Keine Notizen