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Nautisches Englisch: Schlüsselsätze, Seehandbücher und Wetterberichte auf Englisch

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Englisch und Signale≈ 3 Min. Lesezeit

Englische Seehandbücher und Revierführer lesen

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Seehandbücher schreiben knapp und präzise. Lerne die Wörter für Tiefen, Gefahren, Seezeichen und Anlegen. Lies jeden Satz zweimal, bevor du handelst.

Der Stil

Seehandbücher (‚sailing directions‘) und Revierführer für Yachten (‚pilot books‘) verwenden knappes Englisch mit festen nautischen Begriffen. Hier lernst du, sie zu lesen. Die verschiedenen Arten von Büchern behandelt die Einheit ‚Nautische Publikationen‘.

Tiefen und Gefahren

‚The bank dries 1.5 m‘ heißt: Die Oberkante der Bank liegt 1,5 m über Seekartennull, der Bezugshöhe der Kartentiefen. Ob sie trockenfällt, hängt von der Tide ab. Eine shoal ist eine Untiefe, least depth ihre geringste gelotete Tiefe. Foul ground ist unreiner Grund mit Hindernissen, an denen Anker oder Fanggerät hängen bleiben können. ‚Swell sets into the bay with south-westerly winds‘ heißt: Bei Südwestwind läuft Dünung in die Bucht. Overfalls sind Stromkabbelungen mit kurzen, steilen Brechern, wo starker Strom über Untiefen oder Hindernisse fließt oder auf Gegenwind oder Gegenstrom trifft.

Seezeichen und Linien

Conspicuous bedeutet von See aus gut erkennbar. Eine leading line ist eine Richtlinie aus zwei festen Seezeichen. Halte sie bei der kartierten Ansteuerung in Deckung; US-Bücher nennen dies ‚range‘. Zeichen in Deckung sind ‚in transit‘. ‚Keep the church open south of the headland‘ heißt: Halte die Kirche südlich der Landspitze sichtbar von dieser frei.

Ankern und Anlegen

‚Holding is good in sand‘ heißt: Der Anker hält dort im Sand gut. ‚Vessels can be accommodated alongside‘ bedeutet: Schiffe können längsseits am Kai liegen. Reclaimed land ist durch Aufschüttung dem Meer abgewonnenes Land. ‚Berthing is bows-to or stern-to‘ heißt: Du legst mit dem Bug oder Heck zum Kai an. ‚Prohibited anchorage‘ bedeutet: Hier darfst du nicht ankern.

Sorgfältig lesen

Lies einen Abschnitt im Revierführer zweimal und lege die Seekarte daneben. Prüfe Datum und Berichtigungen. Vergleiche ihn mit der aktuellen Karte und den neuesten nautischen Nachrichten: Häfen verändern sich. Gib wichtige Sätze in eigenen Worten wieder, bevor du handelst.

2Wichtige Daten

Dries 1.5 m: fällt 1,5 m trocken
Oberkante 1,5 m über Seekartennull; Trockenfallen je nach Tide
Foul ground: unreiner Grund
Hindernisse am Grund können Anker oder Fanggerät festhalten
Leading line (US: range): Richtlinie
Zwei Seezeichen in Deckung führen dich hinein
Holding: Ankerhalt
Wie gut der Anker im Grund hält
Accommodated alongside: längsseits liegen
Längsseits am Kai festgemacht
Reclaimed land: aufgeschüttetes Land
Durch Aufschüttung dem Meer abgewonnenes Land

3Kernpunkte

  1. 1

    ‚Dries 1.5 m‘: Trockenfallhöhe über Seekartennull; ‚least depth‘: geringste gelotete Tiefe.

  2. 2

    Foul ground kann Anker festhalten. Overfalls: Stromkabbelungen über Untiefen oder Hindernissen oder dort, wo Strom auf Gegenwind oder Gegenstrom trifft.

  3. 3

    Eine leading line (US: range) führt dich mit zwei Seezeichen in Deckung hinein.

  4. 4

    Holding beschreibt den Ankerhalt; alongside bedeutet längsseits am Kai.

  5. 5

    Lies jeden Abschnitt zweimal mit der Seekarte. Prüfe Datum und Berichtigungen.

4Häufige Fehler

  • Falsch: ‚The rock dries 2 m‘ bedeutet, dass 2 m Wasser über dem Felsen stehen.

    Richtig: Seine Oberkante liegt 2 m über Seekartennull. Er liegt frei, wenn der Wasserstand unter seine Oberkante fällt.

  • Falsch: Eine ‚area being reclaimed‘ wird tiefer ausgebaggert.

    Richtig: Sie wird zur Landgewinnung aufgeschüttet. Rechne mit Bauarbeiten und flachem Wasser, nicht mit mehr Tiefe.

5Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Im Revierführer steht: ‚Approach on the leading line 312°. Foul ground lies E of the line. Holding is good in sand off the beach, but a heavy swell sets in with SW winds.‘ Angesagt ist Südwest Stärke 5. Was sagt dir der Abschnitt?

Antwort zeigen

Steuere mit beiden Richtzeichen in Deckung auf der Peilung 312° an. Östlich der Linie liegt unreiner Grund, an dem der Anker hängen bleiben kann. Prüfe die Karte auf Tiefen und weitere Gefahren. Im Sand vor dem Strand hält der Anker gut. Bei Südwestwind läuft aber starke Dünung in die Bucht. Heute Nacht wäre der Ankerplatz unbequem und möglicherweise unsicher. Suche einen anderen Schutz.

Prüfungstipps

  • Dries = Höhe über Seekartennull; shoal = Untiefe; least depth = geringste Tiefe; foul ground = unreiner Grund; overfalls = Stromkabbelung.
  • Conspicuous = auffällig; leading line (US: range) = Richtlinie; in transit = in Deckung; open of = frei von.
  • Holding = Ankerhalt; alongside = längsseits; bows-to/stern-to = Bug/Heck zum Kai; reclaimed = aufgeschüttet; prohibited anchorage = Ankerverbot.
  • Zweimal mit der Seekarte lesen; Ausgabe und Berichtigungen prüfen.

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