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Nautisches Englisch: Schlüsselsätze, Seehandbücher und Wetterberichte auf Englisch

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Englisch und Signale≈ 3 Min. Lesezeit

Einen Hafen oder eine Marina auf Englisch anrufen

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Ein guter Hafenanruf ist kurz und vollständig: Wer bist du, was brauchst du, Maße und Ankunftszeit. Höre dann auf Liegeplatz und Anfahrt.

Der Anruf

Sprich Hafen oder Marina mit Namen an und nenne dein Schiff: ‚Rodney Bay Marina, this is sailing yacht Blue Heron.‘ Melde Liegeplatzwunsch, Maße, geplante Aufenthaltsdauer und Ankunftszeit klar. Höre auf die Antwort und bestätige Liegeplatz und Anlegeart. Rufverfahren und Kanalwahl behandelt die Einheit ‚Sprechen im UKW-Funk‘.

Deine Angaben

Die Marina braucht deine length overall (LOA, Länge über alles), beam (Breite), draught (Tiefgang: Abstand von der Wasserlinie zum tiefsten Punkt deines Bootes), die Anzahl der Nächte und deine ETA (estimated time of arrival, voraussichtliche Ankunftszeit). Beispiel: ‚I request a berth for three nights. Length overall one-two metres, beam four metres, draught two decimal one metres. My ETA one-five-three-zero local time.‘

Mögliche Antworten

Ein pontoon ist ein Schwimmsteg, ein berth dein zugewiesener Liegeplatz. ‚Pontoon Charlie, berth one-four, port side to‘ bedeutet: Lege dort mit der Backbordseite längsseits an. ‚Moor stern-to‘ heißt: Lege mit dem Heck zum Kai an. Fenders sind Fender, schützende Polster zwischen Boot und Liegeplatz. Bist du unsicher, sage ‚Say again‘.

Formalitäten

Clear in bedeutet einklarieren: die vorgeschriebenen Zoll-, Einreise- und Gesundheitsformalitäten erledigen. Die gelbe Q-Flagge bedeutet: ‚Mein Schiff ist gesund, ich bitte um freie Verkehrserlaubnis‘ (‚free pratique‘). Gemeint ist die Gesundheitsfreigabe, getrennt von Zoll, Einreise und anderen Genehmigungen. Frage, wo und wann du dich melden musst. Prüfe die örtlichen Ankunftsregeln: Voranmeldung, wann die Q-Flagge nötig ist und ob du an Bord bleiben musst.

Falsche Freunde

Manche Wörter ähneln spanischen, französischen oder italienischen Wörtern, bedeuten aber etwas anderes. ‚Actual‘ heißt wirklich; ‚present‘ ausdrücklich gegenwärtig. Für den aktuellen Tiefgang heißt es in den SMCP ‚my present draught‘. Ein Boot hat ‚fenders‘, keine ‚defenses‘. ‚Eventually‘ heißt schließlich, nicht möglicherweise. ‚Alongside‘ bedeutet längsseits an einem Kai oder einem anderen Schiff.

2Wichtige Daten

LOA
Length overall: Länge über alles
Draught: Tiefgang
Senkrechter Abstand von der Wasserlinie zum tiefsten Bootspunkt
ETA
Estimated time of arrival: voraussichtliche Ankunftszeit
Q-Flagge
Mein Schiff ist gesund; ich bitte um freie Verkehrserlaubnis
Port side to: Backbord längsseits
Mit der Backbordseite am Kai anlegen
Falscher Freund
Aktueller Tiefgang nach SMCP: ‚my present draught‘

3Kernpunkte

  1. 1

    Rufe die Station an. Nenne dann Schiffsname, Wunsch, Maße und ETA in einer Nachricht.

  2. 2

    Maße für die Marina: Länge über alles, Breite und Tiefgang, jeweils mit Einheit.

  3. 3

    Achte auf Liegeplatz, Anlegeseite und Anlegeart. Bei Unsicherheit sage ‚Say again‘.

  4. 4

    Prüfe örtliche Regeln: Die Q-Flagge erbittet Gesundheitsfreigabe, keine Zoll- oder Einreisefreigabe.

  5. 5

    Actual = wirklich; present = gegenwärtig; eventually = schließlich. Sage fenders statt defenses.

4Häufige Fehler

  • Falsch: Annehmen, dass ‚actual‘ im Englischen immer ‚aktuell‘ bedeutet.

    Richtig: ‚Actual‘ bedeutet wirklich, ‚present‘ ausdrücklich gegenwärtig. Für den aktuellen Tiefgang lautet die SMCP-Formulierung ‚my present draught‘.

  • Falsch: Die Liegeplatznummer raten, wenn du die Antwort schlecht verstehst.

    Richtig: Sage ‚Say again‘. Ein falscher Liegeplatz oder die falsche Anlegeseite kann in einer vollen Marina zu einer Kollision führen.

5Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Du bist Blue Heron (13,5 m lang, 4,2 m breit, 2,3 m Tiefgang), möchtest zwei Nächte bleiben, ETA 1600 Ortszeit. Die ausländische Marina antwortet: ‚Pontoon C, berth …, port side to.‘ Du verstehst die Nummer nicht. Was sagst du, was bereitest du vor und was prüfst du vor dem Landgang?

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‚Rodney Bay Marina, this is Blue Heron. I request a berth for two nights. Length overall one-three decimal five metres, beam four decimal two metres, draught two decimal three metres. ETA one-six-zero-zero local time.‘ Dann: ‚Say again berth number.‘ Fender und Leinen an Backbord vorbereiten, Liegeplatz vor der Weiterfahrt bestätigen. Örtliche Q-Flaggen-, Einklarierungs- und Bordbleiberegeln beachten; fragen, wo und wann du dich melden musst.

Prüfungstipps

  • Nenne Schiffsname, Wunsch, LOA, Breite, Tiefgang und ETA, jeweils mit Einheit.
  • Typische Antworten: proceed to pontoon …, berth …, port oder starboard side to; moor stern-to.
  • Q-Flagge erbittet free pratique (Gesundheitsfreigabe). Örtliche Zoll-, Einreise- und Ankunftsregeln prüfen.
  • Falsche Freunde: actual = wirklich; present = gegenwärtig; fenders; eventually = schließlich.

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