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Rettungsmittel: Rettungswesten, Eintauchanzüge, Rettungsboote und Rettungsflöße

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Notfälle≈ 3 Min. Lesezeit

Bereitschaftsboote, EPIRB, SART und tragbare UKW-Funkgeräte

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Bereitschaftsboote bergen Menschen aus dem Wasser. Die EPIRB alarmiert, SARTs führen Retter zum Fahrzeug, und tragbare UKW-Funkgeräte ermöglichen Gespräche.

Bereitschaftsboote

Ein Bereitschaftsboot ist zum Bergen von Menschen aus dem Wasser und zum Zusammenführen von Rettungsflößen durch Sammeln und Schleppen bestimmt. SOLAS-Frachtschiffe führen mindestens eines. Ein Rettungsboot darf diese Aufgabe übernehmen, wenn es auch die Bereitschaftsboot-Vorschriften erfüllt. Es ist starr, aufgeblasen oder eine Kombination, 3,8 bis 8,5 m lang und nimmt mindestens fünf sitzende Personen und eine auf einer Trage auf. Es fährt mindestens 4 Stunden mit mindestens 6 Knoten und schleppt das größte beladene Rettungsfloß des Schiffs mit 2 Knoten.

Schnelle Bereitschaftsboote

Ro-Ro-Fahrgastschiffe, bei denen Fahrzeuge über Rampen an und von Bord rollen, führen mindestens ein schnelles Bereitschaftsboot. Es ist 6 bis 8,5 m lang, fährt mit drei Besatzungsmitgliedern 4 Stunden lang 20 Knoten und voll beladen 8 Knoten. Seine Besatzung braucht zusätzliche Ausbildung; siehe Notfälle: schnelle Bereitschaftsboote.

EPIRB

SOLAS-Fahrgastschiffe und Frachtschiffe ab 300 BRZ (Bruttoraumzahl, ein Maß des geschlossenen Schiffsvolumens) auf internationalen Reisen führen eine frei aufschwimmende Satelliten-EPIRB (Seenotfunkbake zur Positionsmeldung) an zugänglicher Stelle. Beim Sinken löst sie sich, schwimmt auf und aktiviert sich. Sie sendet mindestens 48 Stunden einen Seenotalarm auf 406 MHz über Cospas-Sarsat-Satelliten sowie ein Peilsignal auf 121,5 MHz für die Retter. Du kannst sie von Hand lösen und ins Überlebensfahrzeug mitnehmen. Einzelheiten: GMDSS (Weltweites Seenot- und Sicherheitsfunksystem).

SART und AIS-SART

Ein Radar-SART (Radartransponder für Suche und Rettung) oder ein AIS-SART hilft Rettern, ein Überlebensfahrzeug zu orten. AIS bedeutet Automatisches Schiffsidentifizierungssystem: Es übermittelt Identität und Position per Funk. SOLAS-Fahrgastschiffe und Frachtschiffe ab 500 BRZ führen mindestens ein Ortungsgerät auf jeder Seite. SOLAS-Frachtschiffe von 300 bis unter 500 BRZ führen mindestens eines. Die genaue Bedienung behandelt GMDSS.

Tragbare UKW-Funkgeräte

Überlebensfahrzeuge sprechen miteinander und mit Rettern über UKW-Sprechfunkgeräte für den Wechselverkehr (Ultrakurzwelle), wasserdichte Handgeräte. SOLAS-Fahrgastschiffe und Frachtschiffe ab 500 BRZ führen mindestens drei; SOLAS-Frachtschiffe von 300 bis unter 500 BRZ mindestens zwei. Kenne ihre Stauplätze und die Personen, die sie zu den Fahrzeugen bringen. Die Bedienung behandeln die GMDSS-Lektionen.

2Wichtige Daten

Bereitschaftsboot
3,8–8,5 m; 5 sitzend + 1 Trage; 6 Knoten für 4 h
Schnelles Bereitschaftsboot
6–8,5 m; 20 Knoten für 4 h mit 3 Besatzungsmitgliedern
EPIRB
Frei aufschwimmend, 406 MHz für mindestens 48 h, Peilsignal 121,5 MHz
Ortungsgeräte, ≥500 BRZ
Mindestens eines je Seite, insgesamt zwei
UKW-Wechselsprechfunk, ab 500 BRZ
Mindestens drei Geräte
Frachtschiff 300 bis < 500 BRZ
Ein Ortungsgerät und zwei tragbare UKW-Funkgeräte

3Kernpunkte

  1. 1

    Bereitschaftsboote bergen Menschen und sammeln Rettungsflöße; SOLAS-Frachtschiffe führen mindestens eines.

  2. 2

    Die EPIRB schwimmt frei auf und alarmiert mindestens 48 h per Satellit auf 406 MHz.

  3. 3

    Ein Radar-SART oder AIS-SART hilft nahen Rettern, das Überlebensfahrzeug zu orten.

  4. 4

    Mindestens zwei Ortungsgeräte (Radar-SARTs oder AIS-SARTs) und drei tragbare UKW-Funkgeräte auf Schiffen ab 500 BRZ.

  5. 5

    Nimm Ortungsgeräte und UKW-Funkgeräte in die Überlebensfahrzeuge mit.

4Häufige Fehler

  • Falsch: Die EPIRB sitzt fest am Schiff und geht beim Sinken verloren.

    Richtig: Sie schwimmt frei auf und sendet selbstständig. Du kannst sie auch von Hand lösen und ins Fahrzeug mitnehmen.

  • Falsch: Jedes Rettungsboot kann automatisch als Bereitschaftsboot dienen.

    Richtig: Ein Rettungsboot darf das nur, wenn es auch die Anforderungen an Bereitschaftsboote erfüllt. Prüfe, welches Fahrzeug an Bord dafür bestimmt ist.

5Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Beim Vorbereiten des Verlassens deines Containerschiffs mit 25.000 BRZ sollst du die Funkrettungsmittel von der Brücke holen, bevor du eines der beiden Rettungsboote besteigst.

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Vorgeschrieben sind mindestens zwei Ortungsgeräte (Radar-SARTs oder AIS-SARTs) und drei tragbare UKW-Wechselsprechfunkgeräte. Bringe nach der Sicherheitsrolle ein Ortungsgerät und mindestens ein UKW-Funkgerät samt Ersatzbatterien in jedes Rettungsboot. Nimm die EPIRB mit, wenn sie sicher erreichbar ist. Sonst gibt ihre Freischwimmanordnung sie beim Sinken frei. Verzögere das Einsteigen nicht und kehre nicht wegen Ausrüstung an Bord zurück.

Prüfungstipps

  • Bereitschaftsboot: 3,8–8,5 m, 5 sitzend + Trage, 6 Knoten für 4 h, schleppt das größte Floß mit 2 Knoten.
  • EPIRB: frei aufschwimmend, 406 MHz über Cospas-Sarsat für mindestens 48 h, Peilsignal 121,5 MHz.
  • Ab 500 BRZ: mindestens 2 Ortungsgeräte (eines je Seite) und 3 UKW-Wechselsprechfunkgeräte.
  • Frachtschiffe 300 bis < 500 BRZ: mindestens 1 Ortungsgerät und 2 UKW-Wechselsprechfunkgeräte.

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