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Sicherheitsausrüstung und die Sicherheitseinweisung der Crew

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Ausrüstung für den Törn und Einweisung der Crew

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Wähle Sicherheitsausrüstung passend zu Boot, Crew, Törnrisiken und geltenden Regeln. Zeige allen an Bord, wo sie liegt und wie sie Hilfe rufen.

Nationale Vorschriften

Dein Flaggenstaat, das Land der Registrierung, legt die nationalen Ausrüstungspflichten fest. Auch örtliche Vorschriften können gelten. Die Anforderungen hängen vom Boot und seiner Nutzung ab. Viele Länder richten sie nach der Entfernung zur Küste oder zu einem Schutzort. Prüfe die aktuellen Regeln für dein Boot und deinen Törn. Prüfe bei Regatten, ob der Veranstalter die World Sailing Offshore Special Regulations (OSR), die Sicherheitsregeln für Hochseeregatten, anwendet.

Passend zum Törn

Führe immer Rettungswesten, eine Möglichkeit zum Hilferuf, Anker, Schöpfgefäß oder Pumpe, Taschenlampe, Signalhorn und Ausrüstung zur Personenbergung mit. Dazu gehören geeignete Erste-Hilfe- und Brandschutzausrüstung. Nutze Sicherheitsgurte, wenn die Bedingungen es verlangen. Für Küstentörns brauchst du üblicherweise ein UKW-Seefunkgerät für Sprechfunk und digitalen Selektivruf (DSC), der Seenotalarme per Knopfdruck ermöglicht. Für offene See kommen meist Rettungsinsel, EPIRB, Notfalltasche mit Notvorräten und eine Notsteuerung hinzu. Diese Beispiele sind keine gesetzliche Checkliste. Hochseeausrüstung kann auch zu küstennahen Risiken passen.

Bereit und gekennzeichnet

Die Ausrüstung muss funktionieren, wenn du sie brauchst. Beschrifte Rettungsringe, Rettungswesten und Notfalltaschen mit dem Bootsnamen. Hänge einen Sicherheitsausrüstungsplan in der Kajüte aus: eine einfache Zeichnung der Stauorte. Notiere den nächsten Wartungstermin jedes Gegenstands im Logbuch oder auf einer Checkliste. Prüfe, ob sich Rettungsring und MOB-Markierungsboje, eine hohe schwimmende Markierung für eine Person über Bord, mit einer Bewegung auslösen lassen.

Der Crew zeigen

Vor dem Auslaufen müssen alle an Bord wissen, wo Rettungswesten, Rettungsinsel, Feuerlöscher, Löschdecke, Seenotsignalmittel, Verbandkasten, Leckstopfen und Pumpen sind und wie sie per Funk Hilfe rufen. Die vollständige Einweisung und Übungen findest du unter Notfälle: Übungen. Eine eingewiesene Crew kann auch den Skipper retten.

2Kernpunkte

  1. 1

    Der Flaggenstaat legt Ausrüstungspflichten fest. Viele Länder staffeln sie nach der Entfernung zur Küste.

  2. 2

    Rüste dich für ufernahe, küstennahe und offene Gewässer; Erste Hilfe, geeigneten Brandschutz und Bergungsausrüstung immer mitführen.

  3. 3

    Auf offener See meist zusätzlich Rettungsinsel, EPIRB, Notfalltasche; Sicherheitsgurte bei Bedarf auch nahe der Küste nutzen.

  4. 4

    Beschrifte die Ausrüstung mit dem Bootsnamen und hänge einen Sicherheitsausrüstungsplan in der Kajüte aus.

  5. 5

    Zeige jedem Crewmitglied, wo die Ausrüstung liegt und wie man Hilfe ruft.

3Häufige Fehler

  • Falsch: Entspricht die Ausrüstung der Liste eines anderen Landes, ist sie überall vorschriftsmäßig.

    Richtig: Für dein Boot gelten die Regeln deines Flaggenstaats. Prüfe sie und alle örtlichen Vorschriften deines Fahrtgebiets.

  • Falsch: Nur der Skipper muss wissen, wo die Sicherheitsausrüstung ist.

    Richtig: Der Skipper kann selbst Hilfe brauchen. Alle an Bord müssen die Ausrüstung kennen und wissen, wie sie Hilfe rufen.

4Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Du planst mit sechs Personen eine Überfahrt über Nacht, bis zu 30 Seemeilen vom nächsten sicheren Zufluchtsort entfernt. Deine bisherige Ausrüstung dient kurzen Küstentörns am Tag. Wie entscheidest du, was sich ändern muss?

Antwort zeigen

Prüfe die Ausrüstung anhand der Flaggenstaats- und örtlichen Vorgaben für Boot, Personen und größte Entfernung zum Schutzort. Berücksichtige Dunkelheit und längere Rettungszeiten. Prüfe Plätze in der Insel, Einsatzbereitschaft der Notsender, Sicherheitsgurte und Bergungshilfen. Prüfe, ob Erste-Hilfe- und Brandschutzausrüstung zum Boot passen; ergänze oder verbessere Fehlendes. Aktualisiere Wartungsnachweise und den in der Kajüte ausgehängten Ausrüstungsplan. Weise dann die Crew ein.

Prüfungstipps

  • Ausrüstungspflichten sind national, oft nach Entfernung gestaffelt. OSR gelten für Regatten, die sie übernehmen.
  • Ausrüstung nach Risiken: Erste Hilfe, geeigneter Brandschutz und Bergung immer; Gurte bei Bedarf; Insel und Notsender bei längeren Rettungszeiten.
  • Sicherheitsausrüstungsplan in der Kajüte ausgehängt; Ausrüstung mit Bootsnamen markiert und innerhalb der Fristen.
  • Alle Crewmitglieder wissen, wo die Ausrüstung liegt und wie sie Hilfe rufen.

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