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Umgang mit Tauwerk: Aufschießen, Belegen, Winschen und Leinenwurf

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Knoten≈ 3 Min. Lesezeit

Klampen, Klemmen und sicheres Belegen

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Jeder Beschlag hält eine Leine anders. Lerne, wie du sie belegst und ebenso wichtig: wie du sie unter Last sicher löst.

Klampe

Die Klampe mit zwei Hörnern ist der häufigste Beschlag für Festmacher und Fallen. Belege sie mit einem Rundtörn um den Fuß, dann mit Kreuzschlägen über die Hörner und bei Bedarf einem Kopfschlag, der die Leine abschließend festklemmt. Die genaue Anleitung findest du beim Belegen einer Klampe im Bereich Knoten. Die Verbindung lässt sich unter Last lösen.

Curryklemme und V-Klemme

Eine Curryklemme hat zwei federbelastete, gezahnte Klemmbacken; eine V-Klemme hat feste Rillen. Du ziehst die Leine hinein, wo sie sich festklemmt. Zum Lösen ziehst du sie nach oben heraus. Das geht bei kleinen Schoten und Trimmleinen schnell. Bei falschem Leinendurchmesser rutscht die Leine jedoch durch oder lässt sich nicht lösen.

Hebelklemmen

Eine Hebelklemme hält ein Fall oder eine Trimmleine mithilfe eines Hebels fest. So kann eine Winsch mehrere Leinen bedienen. Öffnest du eine belastete Klemme, kann die Leine plötzlich ausrauschen. Lege zuerst das freie Ende mit genügend Törns (Umschlingungen) um die Winschtrommel, um die Last zu kontrollieren. Kurble, bis die Winsch die Last übernimmt, und nimm die Kurbel ab. Öffne die Klemme und fiere kontrolliert. Beachte die Anleitung des Beschlags.

Poller und Ringe

Ein Poller ist ein stabiler Pfosten zum Festmachen. Ein Auge ist eine feste Schlaufe in einer Leine. Du kannst es über einen Poller legen. Wenn möglich, führe eine Leine um den Poller oder durch einen Festmacherring und das freie Ende zurück an Bord. Belege beide Enden an Bord. So kannst du die Leine verstellen oder lösen, ohne an Land zu gehen.

Hände und Lasten

Wickle eine belastete Leine nie um deine Hand. Halte die Finger fern, wo die Leine in eine Klampe, Klemme oder Klüse (einen Führungsbeschlag) einläuft. Nutze genügend Törns auf dem Beschlag, um die Last zu kontrollieren; auf einer Winsch können mehrere nötig sein. Lass das freie Ende langsam nach und halte die Hände aus Gefahrenstellen.

2Wichtige Daten

Klampe
Rundtörn um den Fuß, Kreuzschläge; bei Bedarf Kopfschlag
Curry-/V-Klemme
Klemmt schnell; zum Lösen nach oben herausziehen
Hebelklemme
Vor dem Öffnen übernimmt die Winsch die Last

3Kernpunkte

  1. 1

    Klampe: Rundtörn um den Fuß, Kreuzschläge, bei Bedarf ein Kopfschlag.

  2. 2

    Hebelklemme: Vor dem Öffnen die Leine auf die Winsch legen und die Last übernehmen.

  3. 3

    Curry- und V-Klemmen: schnell, aber nur mit passendem Leinendurchmesser.

  4. 4

    Wickle eine belastete Leine nie um deine Hand.

4Häufige Fehler

  • Falsch: Zur Sicherheit viele Kopfschläge auf eine Klampe legen.

    Richtig: Nutze höchstens einen Kopfschlag und nur bei Bedarf. Weitere können bekneifen und das Lösen verzögern.

  • Falsch: Die Hebelklemme aufreißen, um das Großsegel schnell zu bergen.

    Richtig: Übernimm die Last zuerst mit der Winsch. Sonst rauscht das Fall aus und verursacht Verbrennungen an den Händen.

5Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Du möchtest das Großfall etwas fieren, um die Spannung am Vorliek, der vorderen Segelkante, anzupassen. Das Fall steht unter Last in einer Hebelklemme. Sein freies Ende liegt auf dem Kajütdach.

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Lege genügend Törns im Uhrzeigersinn auf die Winsch, um die Last zu kontrollieren. Kurble, bis die Winsch die Last übernimmt, und nimm die Kurbel ab. Halte das freie Ende sicher fest, bevor du die Klemme öffnest. Löse es gegebenenfalls aus den Selbstholerbacken, die das freie Ende festhalten. Fiere langsam, mit Törns auf der Trommel und den Fingern aus Gefahrenstellen. Schließe die Hebelklemme. Lass das freie Ende nach, um ihren Halt zu prüfen, und nimm dann die Törns von der Winsch.

Prüfungstipps

  • Klampe: Rundtörn um den Fuß, Kreuzschläge, bei Bedarf ein Kopfschlag.
  • Belastete Hebelklemme nicht öffnen: zuerst die Winsch nutzen.
  • Curry-/V-Klemmen durch Ziehen nach oben und außen lösen.
  • Hände von Einzugs- und Klemmstellen fernhalten; belastete Leinen nie darum wickeln.

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