Eine Leine werfen und Festmacher übergeben
1Die Lektion in einfachen Worten
Ein guter Wurf legt die Leine beim ersten Versuch über das Ziel. Teile die Schlaufen auf beide Hände auf, wirf von unten und behalte das Ende an Bord.
Vorbereiten
Schieße die Leine unmittelbar vor dem Wurf neu auf, damit sie keine Verdrehungen hat. Belege das bordseitige Ende vor dem Wurf auf einer Klampe und halte die Füße von der Leine fern. Kündige der Person an Land oder auf dem anderen Boot den Wurf an.
Schlaufen aufteilen
Teile die aufgeschossene Leine auf: etwa die Hälfte in die Wurfhand, den Rest locker in die andere, offene Hand, damit er auslaufen kann. Wirf die erste Hälfte von unten oder mit einem gleichmäßigen seitlichen Schwung. Der Rest läuft hinterher aus.
Zielen
Wirf einen normalen Festmacher ohne Wurfgewicht etwas über die Person hinaus und quer über ihre ausgestreckten Arme. Ein zu kurzer Wurf landet im Wasser. Du musst die Leine zurückholen und neu aufschießen. Berücksichtige den Wind: Ziele auf die windzugewandte Seite der Person.
Wurfleine und Wurfsack
Eine Wurfleine ist eine dünne Leine, mit der du einen schweren Festmacher über eine Lücke holst. Ihr Wurfende trägt einen Tauwerksknoten oder ein weiches Wurfgewicht. Füge nie Metall oder andere harte Gewichte hinzu. Wirf das beschwerte Ende auf eine freie Fläche hinter der Person, fern von ihrem Kopf. Ein Wurfsack enthält schwimmfähige Leine: Halte das Ende fest und wirf den Sack. Zur Rettung siehe Notfälle: Mensch über Bord.
Festmacher übergeben
Springe nicht von einem fahrenden Boot an Land: Das verursacht viele Verletzungen. Steige erst über, wenn das Boot längsseits liegt und stillsteht, oder übergib die Leine. Gib einem Helfer an Land das Auge, also die Schlaufe, und behalte das Ende zur Kontrolle an Bord. Wirf nie eine Leine in die Nähe eines drehenden Propellers.
2Wichtige Daten
- Vor dem Wurf
- Neu aufschießen, Ende belegen, Wurf ankündigen
- Schlaufen aufteilen
- Etwa die Hälfte werfen, die andere auslaufen lassen
- Zielen
- Über das Ziel hinaus und zur windzugewandten Seite
3Kernpunkte
- 1
Neu aufschießen, Ende belegen und der auffangenden Person den Wurf ankündigen.
- 2
Schlaufen aufteilen: Eine Hälfte werfen, die andere auslaufen lassen.
- 3
Über das Ziel hinaus und zur windzugewandten Seite zielen.
- 4
Nicht an Land springen; erst bei Stillstand übersteigen oder die Leine übergeben.
4Häufige Fehler
Falsch: Die ganze aufgeschossene Leine als Bündel werfen.
Richtig: Ein Bündel fliegt zu kurz und verheddert sich. Teile die Schlaufen auf, damit die Leine auslaufen kann.
Falsch: Beim Anlegen an Land springen.
Richtig: Springen führt zu Stürzen und Verletzungen. Warte, bis du übersteigen kannst, oder übergib die Leine.
5Praxisfall & Prüfungstipps
Beim Anlegen an einem Schwimmsteg bei leichtem ablandigem Wind stoppt das Boot 2 m davor. Ein Hafenhelfer wartet auf dem Steg. Du hältst die aufgeschossene Vorleine.
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Prüfe, ob das bordseitige Ende belegt ist. Schieße die Leine neu auf und teile die Schlaufen auf. Kündige dem Helfer den Wurf an. Wirf die Leine ohne Wurfgewicht von unten über seine Reichweite hinaus und zur windzugewandten Seite, sodass sie auf seine ausgestreckten Arme fällt. Halte dich beim Auslaufen von der Leine fern. Springe nicht über die Lücke. Ist der Wurf zu kurz, hole die Leine zurück und schieße sie vor dem nächsten Versuch neu auf.
Prüfungstipps
- Bordseitiges Ende vor dem Wurf belegen.
- Schlaufen aufteilen; von unten werfen.
- Über das Ziel hinaus und zur windzugewandten Seite zielen.
- Nie von einem fahrenden Boot an Land springen.
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