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Frankreich: Sicherheitsausrüstung nach Entfernung von einem Schutzhafen (Division 240) und Dokumente

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Recht und Wache≈ 3 Min. Lesezeit

Der permis plaisance und die 300-m-Zone

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Motor-Sportboote über 4,5 kW (6 PS) erfordern einen permis plaisance. In der 300-m-Küstenzone hältst du 5 Knoten oder ein niedrigeres örtliches Limit ein.

Wann du einen Führerschein brauchst

Für Motor-Sportboote über 4,5 kW (6 PS) brauchst du den permis plaisance, den französischen Sportbootführerschein. Ein rechtlich als Segelboot eingestuftes Fahrzeug braucht auf See keinen Sportbootführerschein, auch nicht mit Hilfsmotor. Die option côtière erlaubt Fahrten bis 6 NM vom Zufluchtsort. Die extension hauturière hebt diese Grenze auf. Die option eaux intérieures gilt für Flüsse und Kanäle. Ausbildungsdetails findest du auf der Seite zum Bootsführerschein.

Die Prüfung

Die Côtière-Theorieprüfung umfasst 40 Fragen mit höchstens 5 Fehlern. Zuvor lernst du an einer zugelassenen Schule, mit mindestens 5 Stunden Theorie und praktischer Ausbildung am Steuer. Der Côtière-Führerschein erlaubt auch die UKW-Funknutzung in französischen Hoheitsgewässern. Die Hauturière-Erweiterung ergänzt eine von der Seeverwaltung gestellte Kartenarbeitsprüfung.

Die 300-m-Zone

Die drei préfets maritimes (Seepräfekten für Ärmelkanal und Nordsee, Atlantik, Mittelmeer) erlassen die örtlichen Regeln. An allen Küsten gilt für Boote und Wassermotorräder innerhalb von 300 m vom Ufer höchstens 5 Knoten, mit oder ohne Bojen. Im Mittelmeer steht die Regel im Erlass 109/2024, am Atlantik im Erlass 2018/090. Manche Gebiete beschränken im Sommer auch die Geschwindigkeit jenseits von 300 m.

Badezonen und Zufahrten

Gelbe Bojen können die 300-m-Grenze, Zufahrtskorridore oder ausgewiesene Badezonen markieren. Bestimme die Zone anhand des örtlichen Betonnungsplans und der Bekanntmachungen. Halte Boote aus reinen Schwimmerzonen fern. Nutze einen für dein Boot zugelassenen Zufahrtskorridor (chenal). Beachte sein ausgeschildertes Tempolimit, höchstens 5 Knoten. Bürgermeister überwachen den Badebetrieb und nicht registrierte Strandfahrzeuge; der Seepräfekt überwacht Schifffahrt und Ankern.

Wer kontrolliert

Auf See können Einheiten der Seeverwaltung, der gendarmerie maritime, des Zolls und der Gendarmerie kontrollieren. Sie prüfen Führerschein, certificat d'enregistrement, Sicherheitsausrüstung für deinen Bereich, Notstoppleine und Geschwindigkeit in der 300-m-Zone. Fehlende Ausrüstung wird mit Bußgeld geahndet; die Weiterfahrt kann untersagt werden.

2Wichtige Daten

Führerscheinpflicht
Motor-Sportboote über 4,5 kW (6 PS)
Küstenoption (option côtière)
Bis 6 NM vom Zufluchtsort
Hochseeerweiterung (extension hauturière)
Keine Entfernungsgrenze; Kartenarbeitsprüfung
Theorieprüfung
40 Fragen, höchstens 5 Fehler
300-m-Zone
Höchstens 5 Knoten, mit oder ohne Bojen; örtlich niedrigere Limits möglich

3Kernpunkte

  1. 1

    Motor-Sportboote > 4,5 kW (6 PS): Führerscheinpflicht. Rechtlich als Segelboote eingestufte Fahrzeuge: auf See führerscheinfrei, auch mit Hilfsmotor.

  2. 2

    Côtière: 6 NM vom Zufluchtsort; hauturière: unbegrenzt; eaux intérieures: Flüsse und Kanäle.

  3. 3

    Der Côtière-Führerschein erlaubt auch UKW-Funknutzung in französischen Hoheitsgewässern.

  4. 4

    Innerhalb von 300 m vom Ufer an allen französischen Küsten: höchstens 5 Knoten, auch ohne Bojen. Niedrigere örtliche Limits beachten.

  5. 5

    Bleibe außerhalb markierter reiner Schwimmerzonen. Nutze nur einen für dein Boot zugelassenen Korridor; beachte sein Limit, höchstens 5 Knoten.

4Häufige Fehler

  • Falsch: Das 5-Knoten-Limit gilt nur, wo gelbe Bojen die 300-m-Linie markieren.

    Richtig: Es gilt überall innerhalb von 300 m vom Ufer, mit oder ohne Markierung. Bojen machen die Grenze nur leichter erkennbar.

  • Falsch: Mit dem Côtière-Führerschein darf ich überall innerhalb von 12 NM zur Küste fahren.

    Richtig: Die Option côtière endet bei 6 NM vom Zufluchtsort. Darüber brauchst du die Erweiterung hauturière.

  • Falsch: Für einen 15-PS-Außenborder am kleinen Beiboot brauchst du keinen Führerschein.

    Richtig: 15 PS liegen über 4,5 kW (6 PS). Deshalb braucht der Fahrer einen permis plaisance.

5Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Du hast einen Côtière-Führerschein und ein 6-m-Boot mit 115-PS-Außenborder bei Hyères. Deine Route zu einem 8 NM entfernten Strand führt höchstens 4 NM vom nächsten nutzbaren Zufluchtsort weg. Du willst zwischen Schwimmern anlanden, um Freunde abzuholen. Darfst du die Fahrt machen, und wie musst du dich nähern?

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Die Route passt zu deinem Führerschein: Ihr entferntester Punkt liegt 4 NM vom nutzbaren Zufluchtsort, innerhalb der 6-NM-Grenze. Das macht Anlanden zwischen Schwimmern nicht sicher. Nutze einen zugelassenen Zufahrtskorridor erst, wenn er frei von Schwimmern ist. Innerhalb von 300 m hältst du 5 Knoten oder ein niedrigeres örtliches Limit ein. Ist keine sichere, erlaubte Anfahrt möglich, vereinbare einen anderen Abholort.

Prüfungstipps

  • Motor-Sportboote > 4,5 kW (6 PS): Führerschein. Segelboote auf See ausgenommen, auch mit Hilfsmotor. Côtière ≤ 6 NM vom Zufluchtsort; hauturière unbegrenzt.
  • Theorieprüfung: 40 Fragen, höchstens 5 Fehler.
  • 300-m-Zone: 5 Knoten an allen französischen Küsten, durch die Seepräfekten festgelegt.
  • Keine Boote in markierten reinen Schwimmerzonen. Zugelassenen Korridor nutzen und ausgeschildertes Limit einhalten, höchstens 5 Knoten.

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