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Reiseplanung auf der Führungsebene: ECDIS, Routenwahl, Eis und enge Gewässer

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ECDIS auf Führungsebene: Unternehmenseinstellungen, Routengenehmigung und Kontrolle

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Auf Führungsebene legst du den Standard fest: Sicherheitseinstellungen je Reisephase, Prüfungen vor der Genehmigung, klare Einweisungen und überprüfbare Aufzeichnungen.

Sicherheitsparameter des Unternehmens

Das Sicherheitsmanagementsystem sollte die ECDIS-Konfiguration vorgeben: Ermittlung von Sicherheitskontur und Sicherheitstiefe, Querabweichungsgrenzen (XTL) für offene See, Küstengewässer und Lotsenreviere, Vorausschauzeit und dauerhaft eingeschaltete Alarme. Halte dies in den Standardbetriebsverfahren (SOPs) für ECDIS fest. Die Einheit ECDIS-Grundlagen erklärt die einzelnen Einstellungen. Du stellst sicher, dass sie zu diesem Schiff und dieser Reise passen.

Daten und Systemdateien

STCW-Tabelle A-II/2 verlangt die Verwaltung von ECDIS-Daten: Bestellung, Lizenzierung und Aktualisierung elektronischer Navigationskarten (ENCs) und der Systemsoftware sowie Pflege von Konfigurations-, Sicherungs-, Routen- und Protokolldateien. Bestelle ENC-Nutzungsberechtigungen für die gesamte Reise und Ausweichmöglichkeiten. Prüfe die Software anhand der geltenden IHO-Standards. Kontrolliere das zugelassene Ersatzsystem: Eine zweite ECDIS braucht aktuelle Karten, die genehmigte Route und passende Einstellungen. Bei Papierseekarten als Ersatz brauchst du berichtigte Karten mit eingezeichneter Route.

Prüfung vor der Genehmigung

Sieh dir die Route vor der Genehmigung selbst am Bildschirm an. Prüfe, ob die Einstellungen den Verfahren entsprechen, die Routenprüfung durchgeführt und jedes Ergebnis geklärt wurde und die Sichtprüfung auf den ENCs im größten verfügbaren Maßstab erfolgte. Kontrolliere auch kritische Punkte, Abbruchpunkte, PI-Linien und Hinweise entlang der Route. Genehmige die benannte Routenversion und sperre sie nach Möglichkeit gegen unbedachte Änderungen.

Einweisung und Änderungen

Weise alle Wachoffiziere in Route, Einstellungen, kritische Punkte, Notfallmaßnahmen und die Anlässe zum Rufen des Kapitäns ein. Prüfe geplante Routenänderungen, hole die Genehmigung des Kapitäns ein und unterrichte betroffene Wachoffiziere vor der Nutzung. Verzögere niemals sofort nötige Sicherheitsmaßnahmen: Der Wachoffizier handelt, ruft den Kapitän und prüft Position und sicheres Fahrwasser. Prüfe den geänderten Plan, hole die Genehmigung des Kapitäns ein, dokumentiere ihn und erläutere ihn den Wachoffizieren so bald wie praktisch möglich. Halte diese Unterscheidung in deinen ständigen Anweisungen fest.

Kontrolle

Prüfe die ECDIS bei Wachübergaben und während der Reise: aktuelle Einstellungen, geladene Route, eingeschaltete Alarme, Positionsquelle und Vorausschau. Sieh regelmäßig das ECDIS-Protokoll und den Alarmverlauf durch. Neuere Standards ergänzen S-421 für den Routenaustausch mit Landstellen, etwa einer Verkehrszentrale. Übermittle nur die genehmigte Route.

2Schritt für Schritt

ECDIS-Prüfung des Kapitäns vor der Routengenehmigung

  1. 1

    Vergleiche Sicherheitskontur, Sicherheitstiefe, XTL und Vorausschau mit den Unternehmensverfahren.

    Falsche Einstellungen oder ungeprüfte Standardwerte machen jede weitere Prüfung wertlos.

  2. 2

    Bestätige die Durchführung der Routenprüfung und die Klärung jedes Ergebnisses.

    Ignorierte Warnungen führen immer wieder zu Grundberührungen.

  3. 3

    Prüfe die Route auf ENCs im größten Maßstab im Anzeigemodus „Alle weiteren Informationen“.

    Dabei erkennst du Gefahren, die die automatische Prüfung übersehen kann.

  4. 4

    Prüfe ENC-Aktualisierungen, Nutzungsberechtigungen und das Ersatzsystem für die gesamte Reise.

    Eine veraltete oder nicht lizenzierte Zelle oder ein überholtes Ersatzsystem kann Gefahren verbergen.

  5. 5

    Prüfe, ob kritische Punkte, Abbruchpunkte, PI-Linien und Hinweise entlang der Route eingetragen sind.

    Der Wachoffizier braucht sie im richtigen Moment auf dem Bildschirm.

  6. 6

    Genehmige die benannte Version und weise alle Wachoffiziere ein.

    So navigieren alle nach demselben geprüften Plan.

3Kernpunkte

  1. 1

    Die SOPs des Unternehmens bestimmen die Ermittlung der Sicherheitskontur, XTL je Phase, Vorausschau und Alarme.

  2. 2

    STCW A-II/2: ENC-Lizenzen, Aktualisierungen, Software, Konfiguration, Routen- und Protokolldateien verwalten.

  3. 3

    Benannte Routenversionen prüfen und genehmigen; geplante Änderungen vor Nutzung erläutern. Bei unmittelbarer Gefahr handeln und den Kapitän rufen.

  4. 4

    Einstellungen, Alarme und Protokolle bei Übergaben und während der Reise kontrollieren.

4Häufige Fehler

  • Falsch: Der Kapitän kann die Route anhand der ausgedruckten Wegpunktliste genehmigen.

    Richtig: Sieh dir die Route auf der ECDIS an. Einstellungen, Ergebnisse der Routenprüfung und die Sichtprüfung lassen sich nicht aus einer Liste ablesen.

  • Falsch: Im Hafen vorgenommene Einstellungen brauchen keine weitere Kontrolle.

    Richtig: Einstellungen verändern sich bei Übergaben und durch Passwortzugriffe. Kontrolliere sie bei Übergaben sowie bei Änderungen des Tiefgangs oder der Reisephase.

5Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Du übernimmst ein Schiff als Kapitän. Jeder Offizier verwendet eine eigene Sicherheitskontur, die Alarmeinstellungen wechseln mit jeder Wache, und von der verwendeten Route gibt es drei unbenannte Versionen. Was führst du ein?

Antwort zeigen

Lege nach den Unternehmensverfahren einen einheitlichen Standard fest: Ermittlung von Sicherheitskontur und Sicherheitstiefe, XTL je Phase, Vorausschau und dauerhaft eingeschaltete Alarme. Lade eine benannte, genehmigte Routenversion. Archiviere die übrigen als ersetzt. Nimm die Vorgaben in deine ständigen Anweisungen auf. Prüfe die Einstellungen bei jeder Übergabe und kontrolliere das Alarmprotokoll. Weise alle Offiziere ein und dokumentiere die Einweisung.

Prüfungstipps

  • ECDIS-SOPs des Unternehmens: Ermittlung der Sicherheitskontur, XTL je Phase, Vorausschau, Alarme.
  • STCW A-II/2: Verwaltung von ECDIS-Verfahren, Systemdateien und Daten (Lizenzen, Aktualisierungen, Sicherungen, Protokolle).
  • Kapitän genehmigt eine benannte Routenversion nach Bildschirmprüfung; kontrolliert Einstellungen und Protokolle.

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