Richtungen und Teile des Rumpfes
1Die Lektion in einfachen Worten
Bug, Heck, Backbord und Steuerbord, dann die Bauteile des Rumpfes: Kiel, Spanten, Schotten, Deck und Spiegel.
Richtungen
Der Bug ist vorne, das Heck hinten. Nach vorn bedeutet zum Bug hin; nach achtern zum Heck hin. Voraus liegt vor dem Boot; achteraus dahinter. Schau zum Bug: Backbord ist links, Steuerbord rechts. Mittschiffs ist die Mitte. Innenbords bedeutet zur Mittellinie hin oder im Rumpf; außenbords davon weg.
Die Rumpfschale
Der Rumpf ist der wasserdichte Bootskörper. Der Schiffsboden ist der unter Wasser liegende Teil, die Überwasserbordwand die Seitenwand oberhalb des Wassers. Die Kimm ist die Rundung zwischen Boden und Seitenwand. Bilge heißt der tiefste Innenraum, in dem sich Wasser sammelt. Eine scharfe Ecke am Übergang heißt Kimmknick. Der Spiegel ist die den Rumpf am Heck abschließende Fläche; sie kann flach oder gewölbt sein.
Rückgrat und Spanten
Der Kiel verläuft als Rückgrat längs am Rumpfboden; bei einer Yacht trägt ein Ballastkiel Gewicht darunter. Spanten sind die quer verlaufenden Rippen. Stringer verlaufen längs und versteifen den Rumpf. Schotten sind innere Trennwände, oft quer zum Rumpf. Wasserdichte Schotten helfen, einen Wassereinbruch zu begrenzen.
Deck und Ränder
Das Deck schließt den Rumpf oben ab. Der Deckssprung ist die seitlich betrachtete Linie der Deckskante. Ein Kajütaufbau erhöht die Kajüte über das Deck. Speigatten und Cockpitabläufe lassen Wasser ablaufen. Ein Schanzkleid ist eine erhöhte, geschlossene Seitenwand; eine Fußreling eine niedrige Leiste entlang der Deckskante.
Unter Wasser
Das Ruder steuert. Es kann am Spiegel oder hinter einem Skeg, einer festen Leitflosse, aufgehängt sein. Ein Spatenruder wird nur von oben durch seinen Ruderschaft getragen, die Welle, die es dreht. Borddurchlässe führen Wasser hinein und hinaus. Ein Seeventil verschließt eine Seewasseröffnung; Öffnungen unter der Wasserlinie brauchen geeignete Absperrungen. Näheres in der Lektion zu Bordsystemen.
2Kernpunkte
- 1
Mit Blick zum Bug: Backbord links, Steuerbord rechts. Nach vorn geht zum Bug; nach achtern zum Heck.
- 2
Der Kiel ist das Rückgrat; Spanten und Stringer versteifen die Schale.
- 3
Schotten unterteilen den Rumpf; wasserdichte Schotten begrenzen Wassereinbrüche.
- 4
Kimm: Rundung zwischen Boden und Bordwand. Bilge: tiefster Innenraum.
- 5
Spiegel = Heckabschluss; Deckssprung = Linie der Deckskante.
3Häufige Fehler
Falsch: Backbord und Steuerbord wechseln, wenn du dich an Bord umdrehst.
Richtig: Sie sind am Boot festgelegt: Backbord ist immer die linke Seite mit Blick zum Bug.
Falsch: Jedes Schott ist wasserdicht.
Richtig: Viele Yachtschotten haben Türen und Öffnungen. Du musst wissen, welche auf deinem Boot wasserdicht sind, falls es solche gibt.
4Praxisfall & Prüfungstipps
Ein neues Crewmitglied soll die Bilge achterlich des Hauptschotts und dann den Steuerbord-Cockpitablauf prüfen. Im Cockpit schaut sie nach achtern und geht zum Ablauf rechts von ihr. Ist das richtig?
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Nein. Mit Blick nach achtern liegt rechts von ihr die Backbordseite. Steuerbord ist rechts mit Blick zum Bug, also liegt der Steuerbordablauf jetzt links von ihr. Die Bilge achterlich des Hauptschotts ist der tiefe Innenraum hinter dieser Trennwand, meist unter dem Kajütboden.
Prüfungstipps
- Nach vorn/achtern: zum Bug/Heck. Voraus/achteraus: vor/hinter dem Boot. Backbord/Steuerbord: links/rechts mit Blick zum Bug.
- Kiel, Spanten, Stringer, Schotten, Deck: die Rumpfstruktur.
- Kimm: Rumpfrundung. Bilge: tiefster Innenraum. Kimmknick: scharfe Ecke.
- Ruderarten: am Spiegel aufgehängt, am Skeg gelagert, Spatenruder.
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