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Mensch über Bord: Rettungsmanöver

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Notfälle≈ 3 Min. Lesezeit

MOB-Taste, DSC und AIS-MOB-Sender

1Die Lektion in einfachen Worten

In einem Satz

Drücke zügig MOB, um die Bootsposition zu markieren. Nutze aktuelle Sendermeldungen zum Auffinden der Person und halte weiter Ausguck.

MOB-Taste

Drücke sofort MOB auf deinem Kartenplotter mit Satellitennavigation. Er speichert die aktuelle Bootsposition und zeigt Peilung und Entfernung dorthin. Nur bei raschem Drücken entspricht das ungefähr dem Ort des Sturzes. Danach treibt die Person weiter. Halte deshalb Ausguck und nutze auch aktuelle Positionsmeldungen eines Senders.

DSC-Alarm

Ein UKW-Funkgerät mit digitalem Selektivruf (DSC) kann einen Notalarm mit der Notfallart „Mensch über Bord“, deiner Position und der neunstelligen Funkkennung deines Schiffs (MMSI) senden. Küstenfunkstellen und nahe Schiffe können ihn empfangen. Schließe einen gesprochenen Mayday-Notruf auf Kanal 16 an. Alarmiere früh, auch wenn du die Person voraussichtlich selbst bergen kannst. Bedienung und Aufhebung des Alarms siehe GMDSS: Notrufe.

AIS-MOB-Sender

Ein MOB-Sender des Automatischen Identifikationssystems (AIS) sendet seine satellitenbestimmte Position über UKW an kompatible Anzeigen in der Nähe. Automatische Auslösung hängt vom Modell und korrekten Einbau in die Rettungsweste ab. Kenne die manuelle Bedienung. Manche senden auch DSC-Alarme: Closed Loop adressiert die einprogrammierte Schiffskennung; Open Loop alarmiert kompatible Funkstellen in der Nähe. Eine Ausweitung des Alarms hängt von Modell, Einrichtung und örtlichen Vorschriften ab. Prüfe, ob Funkgerät und Anzeige den Sender erkennen, und kontrolliere die Zeit jeder Meldung.

PLB und Crew-Sender

Eine persönliche Notfunkbake (PLB) sendet einen Satellitennotalarm an das Rettungssystem. Die meisten musst du manuell auslösen: Kenne die Bedienung deines Modells und registriere es bei der zuständigen Stelle. Crew-Alarmsender lösen je nach System beim Eintauchen ins Wasser oder bei Trennung vom Empfänger einen Alarm an Bord aus. Kopple sie mit ihrem Empfänger. Trage die Ausrüstung am Körper oder bei dir und nutze den Selbsttest des Herstellers, bevor du dich darauf verlässt.

2Kernpunkte

  1. 1

    Sofort MOB drücken: markiert die Bootsposition beim Drücken; bei rascher Nutzung ungefähr den Ort des Sturzes.

  2. 2

    Sende einen DSC-Notalarm, Notfallart „Mensch über Bord“, danach einen gesprochenen Mayday-Notruf.

  3. 3

    AIS-MOB zeigt die zuletzt gesendete Position auf kompatiblen Anzeigen in der Nähe; prüfe die Meldezeit.

  4. 4

    DSC-Senderfunktionen variieren: Empfängerprogrammierung und mögliche Alarmausweitung prüfen.

  5. 5

    PLB alarmiert eine Rettungsleitstelle; Crew-Sender lösen einen Alarm an Bord aus.

3Häufige Fehler

  • Falsch: Mit einem AIS-MOB-Sender muss niemand weiter auf die Person zeigen.

    Richtig: Lass einen Ausguck weiter auf sie zeigen. Sender können ausfallen; auf kurze Entfernung sind Augen am schnellsten.

  • Falsch: Rufe erst Hilfe, wenn die eigene Bergung scheitert.

    Richtig: Sende den Notalarm frühzeitig. Hilfe braucht Zeit; zur Aufhebung nach der Bergung siehe GMDSS: Notrufe.

4Praxisfall & Prüfungstipps

Situation

Nachts geht ein Crewmitglied mit AIS-MOB-Sender über Bord. Dein Plotter zeigt eine aktuelle AIS-MOB-Meldung 0,3 Seemeilen achteraus. Die MOB-Marke liegt 0,1 Seemeilen weiter nördlich. Welche Position leitet deine Suche?

Antwort zeigen

Richte die Suche nach der letzten gültigen AIS-MOB-Meldung aus. Prüfe ihre Zeit und weitere Aktualisierungen. Sie meldet die Senderposition bei der letzten Aktualisierung. Die MOB-Marke hält die Bootsposition beim Drücken fest; Verzögerung und Abdrift können Unterschiede erklären. Halte weiter Ausguck und löse den Notalarm aus. Keine Anzeige garantiert, dass die Person genau am Symbol ist.

Prüfungstipps

  • MOB speichert die Bootsposition beim Drücken; sofort drücken, um den Ort des Sturzes annähernd zu markieren.
  • DSC-Notalarm, Notfallart „Mensch über Bord“, danach gesprochener Mayday-Notruf auf Kanal 16.
  • AIS-MOB: regelmäßige Positionen auf kompatiblen Anzeigen; Meldezeit prüfen. DSC-Empfänger und Alarmausweitung hängen von Modell und Einrichtung ab.
  • PLB alarmiert über Satellit; Crew-Sender lösen einen Alarm an Bord aus.

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