Einheiten ansehenDecksausrüstung und Decksmaschinen: Winden, Kräne, Luken, wasserdichte Türen, Lotsenleitern und Gangways
Maschinen freischalten: Verriegeln, Kennzeichnen und Anlaufversuch
1Die Lektion in einfachen Worten
Trenne vor der Arbeit jede Energiequelle. Bringe eigene Schlösser und Warnanhänger an. Sichere Restenergie, lasse die Trennung prüfen und mache einen Anlaufversuch.
Warum freischalten?
Decksmaschinen können unvermittelt anlaufen: durch Bedienung auf der Brücke oder in einem Deckshaus, automatischen Wiederanlauf nach Energierückkehr oder ein Besatzungsmitglied, das dich in der Maschine nicht bemerkt. Vor Wartung oder Beseitigung einer Blockierung wird die Maschine durch Freischalten gesichert: von jeder Energiequelle trennen und getrennt halten.
Jede Energiequelle
Elektrisch: Leistungsschalter oder Trennschalter. Hydraulisch: Pumpe und Ventile absperren, dann Druck sicher abbauen, auch aus Druckspeichern, die in manchen Kreisen Druck vorhalten. Pneumatisch: Druckluft absperren und entlüften. Schwerkraft: Kranausleger, Lukenelement oder Last vor dem Druckabbau absetzen oder mechanisch abstützen. Verriegle Versorgungen, bevor du Restdruck ablässt. Federn müssen nach Anweisung entspannt oder gesichert werden. Drehende Teile müssen stillstehen.
Verriegeln und Kennzeichnen
Lock-out/Tag-out (LOTO) heißt: jeden Trennpunkt verriegeln und einen Warnanhänger mit Name, Datum und Grund anbringen. Jede Person bringt ihr persönliches Schloss an und behält den Schlüssel. Bei gemeinsamer Arbeit nutzt ihr einen Sperrbügel, eine Vorrichtung für mehrere Schlösser. Eine befähigte Person prüft sichere Trennung und Restenergie. Danach folgt der Anlaufversuch: Sind alle außerhalb des Gefahrenbereichs, prüfe mit den betreffenden Bedienelementen, dass die Maschine nicht anläuft. Stelle sie wieder auf Aus. Der Anlaufversuch beweist nicht, dass gespeicherte Energie sicher abgebaut oder zurückgehalten wurde.
Arbeitserlaubnis und Rückgabe
Viele Arbeiten brauchen zusätzlich eine Arbeitserlaubnis, die alle Trennstellen aufführt. Tauwerk: Sicherheit an Deck behandelt Arbeitserlaubnisse. Nur wer ein Schloss angebracht hat, entfernt es. Prüfe vor der Rückgabe: Werkzeuge entfernt, Schutzvorrichtungen montiert und alle Personen außerhalb. Informiere den Offizier. Er nimmt die Maschine wieder in Betrieb und führt einen Probelauf durch.
2Schritt für Schritt
Eine Decksmaschine für Arbeiten freischalten
- 1
Stimme Arbeit und Trennstellen mit dem Offizier ab. Hole bei Bedarf eine Arbeitserlaubnis ein.
Die Trennung muss jede Energiequelle erfassen. An Bord muss bekannt sein, dass die Maschine außer Betrieb ist.
- 2
Stoppe normal. Setze angehobene Teile sicher ab, sofern du dafür keinen Gefahrenbereich betreten musst.
Auch Schwerkraft ist Energie. Ein angehobenes Teil kann beim Druckabbau abstürzen.
- 3
Trenne jede Strom-, Hydraulik- und Druckluftversorgung. Bringe an jedem Trennpunkt eigene Schlösser und Warnanhänger an. Behalte die Schlüssel.
Verriegelte Versorgungen verhindern erneute Energiezufuhr, während du Restenergie sicherst.
- 4
Lasse bei verriegelten Versorgungen angehobene Teile mechanisch abstützen und Federn nach Herstelleranweisung sichern. Erst danach Restdruck sicher abbauen. Warte den Stillstand bewegter Teile ab.
Neben dem Verriegeln der Versorgungen muss Restenergie beseitigt oder sicher zurückgehalten werden.
- 5
Lasse eine befähigte Person sichere Trennung und Restenergie prüfen. Mache bei freiem Gefahrenbereich einen Anlaufversuch. Stelle danach die Bedienelemente auf Aus.
Der Anlaufversuch prüft die Bedienelemente. Restdruck, Schwerkraft und Federenergie müssen gesondert geprüft werden.
- 6
Entferne nach der Arbeit Werkzeuge und Personen, montiere Schutzvorrichtungen, entferne nur dein eigenes Schloss und melde zurück.
Eine geordnete Rückgabe verhindert Überraschungen, wenn der Offizier die Energieversorgung wiederherstellt.
3Kernpunkte
- 1
Trenne jede Energiequelle: Strom, Hydraulik, Druckluft, Schwerkraft, Federn.
- 2
Jede Person bringt ihr eigenes Schloss mit Warnanhänger an und behält den Schlüssel.
- 3
Der Anlaufversuch prüft die Bedienelemente. Sichere Trennung und gesicherte Restenergie separat prüfen.
- 4
Bei verriegelten Versorgungen angehobene Teile abstützen und Federn sichern, bevor Restdruck abgebaut wird. Sicherheit vor Arbeitsbeginn prüfen.
- 5
Nur wer ein Schloss angebracht hat, entfernt es. Rückgabe über den Offizier.
4Häufige Fehler
Falsch: Der Elektriker hat den Leistungsschalter ausgeschaltet. Also ist die Winde für Arbeiten sicher.
Richtig: Bringe an jedem Trennpunkt eigene Schlösser und Warnanhänger an. Sichere Restenergie und lasse eine befähigte Person die Sicherheit prüfen. Danach Anlaufversuch bei freiem Gefahrenbereich.
Falsch: Dein Kollege ist an Land gegangen, sein Schloss hängt noch. Schneide es ab und beende die Arbeit.
Richtig: Nur der Eigentümer entfernt sein Schloss. Kann er das nicht, folgt der Offizier nach Prüfung der Maschinensicherheit dem formellen Bordverfahren.
5Praxisfall & Prüfungstipps
Ein Lukendeckelelement steht wegen eines verklemmten Rads halb offen. Du und der Bootsmann sollt es lösen. Die Hydraulikpumpe ist am Deckspult ausgeschaltet. Der Deckel ist aber noch angehoben und das Manometer zeigt Druck an.
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Greife nicht darunter. Trenne mit dem Offizier alle Strom- und Hydraulikversorgungen. Bringt persönliche Schlösser und Warnanhänger an. Lasse das Element nach Herstelleranweisung mechanisch abstützen und Restdruck sicher abbauen. Eine befähigte Person prüft sichere Trennung und Restenergie. Danach Anlaufversuch bei freiem Gefahrenbereich, anschließend Bedienelemente auf Aus. Arbeite erst nach diesen Prüfungen. Rückgabe über den Offizier.
Prüfungstipps
- Freischalten: vor Wartung jede Energiequelle trennen und getrennt halten.
- Quellen: Strom, Hydraulik einschließlich Druckspeichern, Druckluft, Schwerkraft, Federn, bewegte Teile.
- LOTO: eigenes Schloss und Warnanhänger an jedem Trennpunkt. Anlaufversuch prüft Bedienelemente. Sichere Trennung und Restenergie separat prüfen.
- Arbeitserlaubnis nennt Trennstellen. Nur der Eigentümer entfernt sein Schloss. Rückgabe über den Offizier.
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